Leser-Rezension zu „Vorprogramm” von A.P. Schlöglmeier
am 24.04.2009
Eines der besten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe - wunderbar direkt geschrieben, teils sarkastisch und mit brillanten Übergängen zu den nächsten Kapiteln, man möchte das Buch gar nicht aus der Hand legen. Ewald erzählt aus seiner Sicht als Sänger der hartnäckigsten Vorgruppe aller Zeiten, seine Meinung zu den "angehenden Wichsern", wie er die Gruppen nennt, vor denen er mit seiner Band "Ewald and the other losers" auftritt, seiner Liebe zu Angela, die durch den Krebs nicht mehr lange zu leben hat, seiner Tochter Monika, die Probleme mit den Adoptiveltern und vor allem seiner Liebe zur Musik. Schlöglmeier schreckt nicht davor zurück, wieder einmal "leck mich am Arsch" einzufügen, was dem Buch einen wunderbar ehrliche Geschichte verleiht. Es wirkt dennoch nie plump derb, denn seien wir uns doch mal ehrlich: Als Ich-Erzähler darf er Ewald so reden lassen, wir denken uns doch auch oft genug, dass uns jemand mal kann, oder?

