Der Klappentext:
"Ich bin heute gestorben, zu meiner großen Verblüffung. Ich hatte mich allen Ernstes für unsterblich gehalten. Aber ich schätze, dass geht allen so."
Noch keine dreißig Jahre alt, wird Alex mit ihrem Pocket Beagle in LA überfahren. Überraschend findet sie sich im Siebten Himmel wieder. Dort gehören begehbare Schuhschränke genauso zum Alltag wie das bewegende Wiedersehen mit ihren verstorbenen Großeltern. Doch Schutzengel Deborah funkt dazwischen. Mit einem Aufsatz über die besten 10 Tage ihres Lebens muss Alex beweisen, dass sie den Siebten Himmel verdient und ihr Leben nicht nur der sinnlosen Jagd nach dem neuesten Designerfummel zugebracht hat. Aber trifft nicht genau das zu?
Über die Autorin:
Die besten zehn Tage meines Lebens ist das Erstlingswerk von Adena Halpern. Adena Halpern wurde in Philadelphia geboren. Für Marie Claire und die New York Times war sie als Journalistin und Kolumnistin tätig. Heute lebt sie mit ihrem Mann in Los Angeles.
Zum Inhalt:
Als Alex eines Nachts mit ihrer Hündin Gassi geht, wird sie von einem Mini überfahren und nichts ist mehr wie es mal war. Um nicht zu sagen, Alex ist nicht mehr da. Den Unfall hat sie nicht überlebt, auch wenn ihr das nicht gleich so wirklich klar zu sein scheint. Froh darüber gut gekleidet und ohne die sichtbaren Folgen des Unfalls in der Warteschlange zum Siebten Himmel zu stehen, macht sie sich doch Gedanken darüber, wie es ihren Eltern wohl geht und wie sie ihnen wohl mitteilen könnte, dass es ihr gut geht (soweit man das sagen kann).
Nach der erfolgreichen Aufnahme im Siebten Himmel und einem Wiedersehen mit ihren Großeltern und ihrem Onkel, genießt Alex die Annehmlichkeiten die der Siebte Himmel zu bieten hat. Alles was man sich wünscht, wird umgehend erfüllt.
Doch dann taucht Deborah, Alex Schutzengel zu Lebzeiten, auf und eröffnet ihr, dass man sich nicht sicher ist, ob sie den Siebten Himmel auch wirklich verdient hat, im Gegensatz zu Peaches, Alex Hündin. Aus diesem Grund muss Alex einen Aufsatz über die besten zehn Tage ihres Lebens schreiben, der darüber entscheidet, ob Alex eventuell runter in den vierten oder dritten Himmel muss.
Leseprobe ab Seite 6:
Wie ich gestorben bin?
Ich wurde überfahren.
Die gute Nachricht lautet: Es war zum Glück kein Trecker (wer stirbt schon gerne wie in einem abgedroschenen Witz?). Die schlechte lautet: Es war ein Mini Cooper. Ich höre förmlich meine beste Freundin Penelope Tränen lachen bei der Vorstellung, dass mein dicker Hintern der Kollision mit einem Mini nicht gewachsen war. Eigentlich ist mein Hintern gar nicht so dick, aber so reden beste Freundinnen eben übereinander.
Es ging ganz schnell.
Es war vier Uhr Früh, und ich überquerte mit Peaches den Fairfax Boulevard in Los Angeles, als wir von diesem roten Mini niedergemäht wurden. Peaches ist mein Pocket Beagle. Nun bin ich normalerweise nicht um vier Uhr morgens mit meinem Hund unterwegs, aber Peaches hatte den ganzen Tag an Verstopfung gelitten, und ihre gestörte Darmmotorik hatte just zu diesem Zeitpunkt beschlossen, ihre Tätigkeit wieder aufzunehmen. Mich plagt noch immer das schlechte Gewissen, weil ich die Ärmste eine gute Dreiviertelstunde neben meinem Bett winseln ließ, bis ich mich aufraffen konnte, mit ihr Gassi zu gehen. Sie ist so ein süßes, braves, knuddeliges Hündchen. Aber man kennt das ja: Wenn man erstmal in Morpheus Armen ruht, ist einem meist alles schnurz, selbst ein bedauernswerter Schoßhund mit aufrührerischen Gedärmen.
Jedenfalls habe ich mich ihrer irgendwann doch erbarmt. Zum Glück war ich am Vorabend todmüde in voller Montur ins Bett gesunken. Warum das so ein Glück ist, darauf komme ich später zurück. Jedenfalls trug ich zum Zeitpunkt meines Todes nicht wie zu erwarten eine schlabberige Jogginghose und ein fleckiges T-Shirt, sondern meine sexy Jeans und mein Lieblings-Kapuzenshirt mit U-Boot-Ausschnitt, der mir immer so lässig über die linke Schulter rutscht. Wie dem auch sei, Peaches musste ebenfalls ihr Leben lassen und ist jetzt hier bei mir.
Ist das nicht furchtbar? Die arme Kleine - da hatte sie sich endlich erleichtert und einen Augenblick später war sie tot.
Das erste Drittel des Buches ist in dem Stil, in dem auch die Leseprobe ist, geschrieben. An der Stelle, wo Alex beginnt sich Gedanken über die besten 10 Tage ihres Lebens zu machen und diese Gedanken aufschreibt, ändert sich das. So locker und mit einem Augenzwinkern wie sie ihren Tod und auch ihren Aufenthalt im Siebten Himmel geschildert hat, traut man ihr eigentlich gar nicht zu, sich ernsthafte Gedanken zu ihrem Leben zu machen und der Leser wird überrascht, welche Tage Alex zu den besten ihres Leben zählt!
Infos zum Buch:
Das Taschenbuch ist im März 2008 Heyne Verlag erschienen.
336 Seiten
Aus dem Englischen übersetzt von Ursula Christine Sturm
ISBN: 978-3-453-40563-9
Preis Euro 7,95
Ich bin auf dieses Buch eigentlich nur aufmerksam geworden, weil mich das Cover sehr an PS Ich liebe Dich erinnert hat. Der Klappentext brachte mich zum schmunzeln und so hab ich mir gedacht, das ist ein bisschen was zum Ablenken von den eigenen Problemen. In der Tat musste ich schon das eine oder andere Mal beim Lesen schmunzeln, allerdings regt dieses Buch auch zum Nachdenken an. Was ist im Leben wirklich wichtig? Wann ist man glücklich? Welche Werte sind wirklich wichtig?
Trotzdem ist das Buch aber so geschrieben, dass einem die weniger witzigen Passagen nicht aufs Gemüt schlagen. Mich hat das Buch so gefesselt, dass ich es innerhalb von zwei Tagen durch hatte. Auch finde ich die Vorstellung, dass es im Himmel sieben verschiedene Stationen gibt, Hunde aber grundsätzlich immer in den siebten Himmel kommen, schon schön.