Leser-Rezension zu „Das Duell” von Akif Pirinçci
am 22.07.2011
Dieses Mal fällt es mir sehr schwer, eine Rezension zu verfassen: Obwohl ich Band 4 der Felidae Reihe immernoch gut finde, haben mir die ersten drei Teile (Felidae, Francis und Cave Canem) doch deutlich besser gefallen. Dafür gibt es auch eine ganz simple Erklärung:
in den ersten drei Bänden gab es immer wieder Momente, die in gewisserweise eher in den Bereich der Phantastik gehörten – sie waren aber so gestaltet, dass sie sich sehr gut einfügten. Dies ist meiner Meinung nach in “Das Duell” nicht der Fall. So wird aus einer sehr schönen Idee und einem Krimi plötzlich ein bisschen Agatha Christie vermischt mit Stephen King. Insgesamt hat mir das “Ende” mein Leseerlebnis zerstört, weil es doch etwas zu “weit hergeholt” war.
Pirincci wollte – denke ich – darauf hinweisen, wie sehr Genexperimente nach Hinten losgehen können. Das ist ihm auch gelungen, wie es ihm auch in den letzten drei Bänden gelungen ist, den Zeigefinger zu erheben und uns Menschen zu mahnen. Allerdings ist es in diesem vierten Band etwas zu viel des Guten davon.
Wo sich die Geschichte anfänglich etwas arg zieht, ist sie am Ende extrem schnell und gerafft – trotz der zahllosen Spannungsmomente wirkt die Geschichte daher bei weitem nicht so dynamisch wie ihre Vorgänger.
Adrian war witzig und mysteriös, dass Junior und Blaubart aufgetaucht sind, fand ich toll und Francis war ohnehin wunderbar wie immer. Pirincci ist es sehr gut gelungen, ihm die Rolle des gealterten Katers zu verpassen, dem doch schon einmal das ein oder andere entgeht, der aber trotzdem neugierig bleibt bis zum Schluss und sich einfach völlig der Lösung seiner Fälle widmet.
Ich bin etwas enttäuscht – vermutlich, weil ich etwas anderes erwartet habe – und auch, wenn ich “Das Duell” nicht schlecht gefunden habe, hoffe ich, dass mir der nächste Teil der Reihe doch wieder besser gefallen wird.

