Rezension verfasst vor 2 Jahren
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Alan Bennett erzählt uns, was passieren würde, wenn ihre Majestät Queen Elizabeth II. die Literatur für sich entdecken würde.
Alles fängt mit einem kleinen Spaziergang mit den Hunden an, die herumtollen und nicht hören wollen, bis die Queen unerwartet vor einem Bus steht. Bei selbigem handelt es sich um eine Fahrende Bibliothek, die, wie sich herausstellt, jeden Donnerstag Nachmittag am Palastgelände ihre Zelte aufschlägt.
Einmal dort und eingetreten hält es die Queen für ihre Pflicht, auch ein Buch auszuleihen und lässt sich etwas empfehlen.
Dort trifft sie auch auf Norman, der in der Palastküche arbeitet und ihr bei der Entscheidung hilft.
Da sie nun schon ein Buch ausgeliehen hat, hält es Elizabeth auch für ihre Pflicht es zu lesen. Obwohl das Buch ihr nicht so gefällt wie (aufgrund der ihr wohlbekannten Autorin) erhofft, fühlt sie sich bein zurückgeben des Buches verpflichtet, auch wieder etwas zu leihen und landet diesmal einen Volltreffer.
Damit kommt ein Stein ins Rollen, den im weiteren Verlauf niemand zu stoppen vermag.
Die Queen veranlasst die Versetzung Normans, der ihr inzwischen ans Herz gewachsen ist, in den direkten Palastdienst und beginnt ihre Bücher auch von anderen Büchereien zu beziehen.
Sie liest immer mehr und hat daran eine seltene Freude, ein Buch bedingt das andere und Elizabeth scheint sich mit jedem Buch ein kleines bisschen zu verändern.
Das geht soweit, dass ihr Berater und sogar die Bediensteten eine Abneigung gegen das Lesen der Queen und damit auch gegen Norman, der inzwischen Privatsekretär und vor allem für die Auswahl, Besorgung und Besprechung der Bücher ihrer Majestät verantwortlich ist, entwickeln und Pläne geschmiedet werden, wie man beides, den Jungen und das Lesen, los werden könne.
Ich kann das Buch jedem nur ans Herz legen, es ist in einem leicht verschmitzten Ton geschrieben, der einen immer wieder zum lachen bringt. Bennetts Ausführungen zum Leben bei Hof, den Royals und der Literatur Englands sind absolut treffend pointiert und besonders die Art, wie er das Wesen Elizabeths beschreibt ist so liebenswert, voll Neugier und Heiterkeit und manchmal auch sichtlich belustigt, dass man der Protagonistin am Ende direkt gratulieren will zu ihrer Ankündigung, die zugleich das Ende der Geschichte darstellt.
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