Leser-Rezension zu „Die Welt ohne uns” von Alan Weisman
am 26.01.2012
Wie der Titel schon sagt, handelt dieses Buch davon, was mit der Welt geschehen würde, wenn plötzlich alle Menschen auf einen Schlag verschwinden würden. Das Szenario erscheint zwar abwegig, aber es ist ein interessantes Gedankenspiel. Wer nun seitenweise Schilderungen von Zerfall erwartet, wird möglicherweise enttäuscht sein. Aber was Alan Weisman in seinem Buch beschreibt, ist topaktuell.
Es handelt in erster Linie von den Einflüssen der Menschheit auf die Umwelt. In diesem Kontext wird dann auch beschrieben, wie schnell sich unser Planet wieder von unseren Einflüssen erholen würde. Auch vergangene Kulturen werden betrachtet und welche Spuren sie hinterlassen haben. Besonders spannend fand ich die Beschreibung der unterirdischen Städte von Kappadokien.
Interessante Fakten werden uns vor Augen geführt, wem ist zum Beispiel bewusst, dass die Weltbevölkerung alle vier Tage um eine Million zunimmt?
Ich fand das Buch sehr spannend, es regte mich zum Nachdenken an und machte mir auch etwas Angst. Es ist flüssig geschrieben und lässt sich dank der in sich geschlossen Kapiteln, welche immer ein Thema behandeln, auch gut häppchenweise lesen.

