Rezension zu "Der erste Mensch" von Albert Camus

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BertieWooster

Vor 2 Jahren

(16)

Bei dem Buch "Der erste Mensch" handelt es sich um das Manuskript, das nach seinem Unfalltod in seiner Aktentasche dabei hatte. Es ist ein autobiographischer Roman und beginnt mit seiner dramatischen Geburt 1913, als der Vater und die hochschwangere Mutter in der damals französischen Kolonie Algerien auf einem Ochsenkarren auf dem Weg zu einer neuen Arbeit als Gutsverwalter sind. Ein Jahr später ist der Vater Tod. Von einer Granate im 1. Weltkrieg getroffen. Vierzig Jahre später begibt sich der Erzähler auf der Suche nach Spuren von seinem Vater. In einer Notiz zum Manuskript wird es sehr schön beschrieben. Er war auf der Suche nach dem Vater und hat seine Kindheit wiedergefunden. Denn auf der Spurensuche begibt er sich in seine alte Heimat Algerien, das sich gerade im Unabhängigkeitskrieg befindet. Er trifft seine schwerhörige Mutter wieder und beginnt sich zu erinnern, wie er seine Kindheit empfunden hat. Diese war zwar von tiefer Armut und einer dominierenden Oma geprägt. Trotzdem hatte er seine Freiheiten. Sehr schön wird die Geschichte von Freundschaften erzählt. Camus versucht jedoch auch in diesem Buch zu beschreiben, wie diese Kindheit sein späteres Leben geprägt hat. Insbesondere die Rolle seines Grundschullehrers und auch Förderers wird sehr anschaulich dargestellt. Hieraus kann man erkennen, wie wichtig gerade in den ersten Klassen gute Lehrer sind, die auf die einzelnen Kinder eingehen können. Obwohl es nicht fertig ausgearbeitet ist, ist es doch ein schönes gut zu lesendes Buch.

Autor: Albert Camus
Buch: Der erste Mensch
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