Leser-Rezension zu „Der glückliche Tod” von Albert Camus
am 23.08.2009
Im seinem Roman "Der glückliche Tod" schildert Albert Camus die Geschichte eines geringverdienenden, todkranken Angestellten, der durch einen Mord an so viel Geld kommt, dass er sich damit die Zeit nach seinen Vorstellungen und Wünschen einteilen und den bevorstehenden Tod als einen glücklichen erwarten kann. Die Auseinandersetzung mit dem Tod bildet den Horizont für diesen Roman. Das Buch ist in zwei Teile gegliedert, deren Überschriften zwei verschiedene Vorstellungen vom Tod implizieren. Im ersten Teil, "Der natürliche Tod", werden das ärmliche Umfeld des Protagonisten Patrice Mersault in Algerien, die Eifersucht seiner Freundin Marte und der Tod der Figur Zagreus beschrieben. Der zweite Teil, der mit "Der bewußte Tod" betitelt wurde, erzählt den Weg zum Glück, von seiner Reise nach Mitteleuropa, über die Heimkehr nach Algier in das "Haus vor der Welt", wo er drei Freundinnen wiedertrifft, die in Leichtigkeit und bedenkenloser Hingabe ihrem Leben gegenüber die erste Spur des absurden Lebens ihm aufzeigen. Danach begibt er sich in die Einsamkeit eines Hauses in Chenoua, die nur durch gelegentliche Besuche von den drei Freundinnen und Lucienne, einer Frau, die er zwischendurch trifft und heiratet, unterbrochen wird ...

