Leser-Rezension zu „Pandora im Kongo” von Albert Sánchez Piñol
am 2.09.2008
Pandora, gescheitert..., 4. Juni 2008
Vorweg, Albert Sánchez Pinol ist ein äusserst interessanter Schriftsteller. Ich fand sein Buch "Rausch der Stille" (trotz Froschmenschen) einfach grandios (habe es auch mit euphorischen 5 Sternen rezensiert). Ich sah in "Rausch der Stille" einen parabelhaften Sinn hinter diesen Fabel-Figuren, die meiner Meinung nach als Symbol für das "Anderssein" per se gelten. Nun "Pandora im Kongo"... Man liest gespannt, Pinol kann schreiben, und wie! Doch dann beginnen gewollt "witzige" Szenen zu überwiegen. Die Szenen mit der panzerlosen Schildkröte sind furchtbar peinlich überzeichnet und wirklich aus tiefster Groschenromanschublade. Dann die Tektoner... die waren mir dann doch zu viel des Guten. Ehrlich gesagt, hatte ich sehr oft Lust, dieses Buch nicht bis zum Ende fertig zu lesen. Habe ich aber, aus drei Gründen: a) weil A. S. Pinol wirklich flüssig schreibt und die Lektüre daher keine Mühen macht und b) weil ich hoffte, doch noch einen Sinn in diesem Buch zu finden und c) weil ich ungern ein Buch aufgebe, speziell da mir das erste Buch dieses Autors wirklich gut gefallen hat. Ich hoffe, Albert Sánchez Pinol geht für sein nächstes Buch einen neuen Weg. Deshalb auch die drei Sterne...

