Rezension verfasst vor 2 Jahren
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1848 erschienener Roman des Sohnes von Alexandre Dumas, der in diesem seine eigenen Erlebnisse zu Papier brachte. Allerdings nicht eins zu eins, wie es uns das gut gelungene Nachwort zu berichten weiss. Aber vieles darin würde sehr den wahren Erlebnissen der beiden entsprechen.
Die beiden sind im Roman der junge, ungebunde Armand, der auf die berühmte Marguerite trifft. Sie ist eine Edelhure in Paris, wo sonst, und lässt sich von ihren sehr reichen Liebhabern aushalten. Sie pflegt einen ausufernden, exzessiven Lebensstil, der sehr kostspielig ist. Zu kostspielig für den gutgestellten, aber nicht reichen Armand. Der ist aber völlig vernarrt in sie, sie dann auch in ihn, und die Tragik nimmt ihren Lauf. Wobei man schon am Anfang das Ende sieht, nämlich ihren Tod. Verursacht durch Schwindsucht, beschleunigt durch ihr gebrochenes Herz. Eine auch heute noch mitreissende, tragische Liebesgeschichte, von zweien die an sich und den Zwängen und Konventionen der Gesellschaft scheitern. Für damals natürlich ein Reisser wegen des Themas, und der Dramatik, die von Dumas sehr forciert wird, durch die Abfolge der Ereignisse. Für mich persönlich war es dann nur nicht ganz nachzuvollziehen, wieso Armand brutal eifersüchtig ist, schließlich weiss er um ihren Broterwerb, und ihr vollkommenes Bekenntnis ihrer Liebe zu ihm. Es ist ja nicht so als würde sie einen anderen lieben ausser ihm. Gefühle, vor allem zu jenen, die man wirklich liebt verlassen in aussergewöhnlichen Situationen oft jeglichen Pfad der Rationalität, was es mich dann doch wieder verstehen lässt.
Sehr schön und elegant geschrieben und strukturiert.
Mir gefällt auch sehr an alten Romanen, das man in die damalige Zeit abtaucht, und sich darin umsehen kann, und es die ganze Zeit während dem Lesen mit heute vergleicht. Sei noch gesagt das dieser Stoff zahlreich verfilmt wurde.
Am bewegendsten für mich dann das, was man am Schluss des Nachwortes erfährt. Das Grab der Marie Duplessis, Dumas Geliebte in der Realität, aus dem sich die Marguerite des Buches ableitet, ist noch heute das meistgeschmückte Grab des Montmartre Friedhofs. Solche Tragik und ein junger früher Tod, sie war 23 als sie starb, schaffen die Mythen die uns bewegen.
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