Die Welt treibt auf den Abgrund zu. Eine Armee aus Giganten, Orks und Kreaturen des Todes verbreitet Leid und Schrecken. Es obliegt dem Schattentänzer Garrett und seinen Gefährten, das dunkle Heer ein für alle Mal zurückzuschlagen. Doch sie haben einen hohen Preis gezahlt, um ihr Ziel zu erreichen, und nun liegen die gewaltigen unterirdischen Paläste Hrad Spines vor ihnen. An diesem sagenumwobenen Ort soll das Horn des Regenbogens verborgen sein, das über Sieg oder Niederlage entscheidet. Allein muss sich Garrett der Finsternis stellen und in die Tiefe hinabsteigen. Ihn erwarten nicht nur tödliche Fallen, sondern auch Entdeckungen, die seine Welt für immer verändern und auf die Wahrheit über das Schicksal aller ein neues Licht werfen.
Handlung
Garrett der Meisterdieb ist mit seinen verbliebenen Kameraden in Sagraba angekommen. Doch bevor sie die Beinernen Paläste (Hrad Spine) erreichen, lauern Gefahren auf sie, aber nicht nur das. Der Orden der Grauen mischt sich in das Geschehen ein und hat dazu ein Ordensmitglied ausgesandt, um Garrett zu warnen das Horn des Regenbogens nicht an sich zu nehmen. Sollte er es doch tun, würde das Gleichgewicht von Siala zerstört werden und neue Kriege wären die Folge. Diese Begegnung schürt bei Garrett Zweifel, aber er möchte den Kontrakt mit dem König nicht brechen und begibt sich tatsächlich in die uralten Beinernen Paläste. Doch diesmal ist er ganz alleine. Garrett verzichtet auf Begleitung, denn nur als wahrer Dieb kann er sich von Terrasse zu Terrasse schleichen, um sein Ziel zu erreichen.
Aber es gibt immer noch die Schamanin Lathressa, die ihn unter allen Umständen aufhalten möchte und vor allem will sie den Schlüssel zum Flügeltor, welches ihr den Weg zum magischen Artefakt versperrt.
Leider zieht in diesem Fall Garrett den Kürzeren. Er büßt den Besitz des kostbaren Elfenschlüssels ein und muss sich zusätzlich vor Lathressa schützen. Dabei wird er immer wieder von den Gefahren Hrad Spines heimgesucht. Die Toten sind hinter ihm her und wollen ihn fressen. Im letzten Moment kann er ihnen entkommen, aber von da an sitzt er in der Falle. Er hat die Wahl, entweder stellt er sich den Untoten, oder er bleibt in seinem Versteck und stirbt. Gerade als er mit seinem Leben abschließt, taucht ganz plötzlich der Sendbote des Herrn auf und unterbreitet ihm ein Angebot, welches Garrett nicht ablehnen kann. Dabei erfährt er was es wirklich mit dem Herrn und mit den Schattentänzern auf sich hat. Er bekommt die einmalige Chance sein Leben zu retten, wenn er sich auf einen neuen Kontrakt einlässt: mit dem Herrn selbst.
Der Sendbote hilft ihm schließlich zum Horn des Regenbogens zu gelangen, wobei er sich noch einigen Aufgaben stellen muss. Am entkommt er mit dem Artefakt aus den unterirdischen Gräbern. Doch damit fangen seine Schwierigkeiten erst an, denn er landet mitten unter Orks, die ihn am liebsten töten möchten. Nur durch das magische Artefakt bleibt er noch am Leben.
Aber da gibt es noch ein paar unbeantwortete Fragen ...
Wo sind seine Kameraden?
Was wird mit ihm passieren?
Was passiert mit dem Horn des Regenbogens, jetzt wo die Feinde es in Händen halten?
An dieser Stelle breche ich ab, denn was dann folgt ist sehr überraschend und verdammt spannend.
Figuren
Diesmal hat sich der Autor Alexej Pehov mit seinen Figuren selbst übertroffen. Nicht nur im Bezug auf den Hauptcharakter Garrett, sondern auch bei den Nebenfiguren.
Jeder Figur ist sehr gut in das Geschehen integriert und einige erleben noch so manch eine Überraschung, der Leser gleich mit.
Struktur und Sprache
Die Sprache und Struktur hat sich zu den ersten beiden Büchern nicht verändert. Es ist weiterhin flüssig geschrieben. Sarkasmus verleiht der Handlung an den richten Stellen die besondere Würze.
Der Text lässt sich wunderbar lesen, manchmal vielleicht ein wenig zu ausschweifend, aber im Ganzen Daumen hoch.
Zusammenfassend
Der dritte Band ist ein Muss für jeden, der schon die ersten beiden Bände „Schattenwanderer“ und „Schattenstürmer“ gelesen hat.
Der Autor hat einen sehr guten Abschluss geschrieben.
Am Ende habe ich das Buch mit einem lachenden und einem weinenden Auge zugeklappt. Ich habe mit Garrett mitgefiebert und obwohl ich mit dem Schluss zufrieden bin, würde ich mich sogar auf einen 4. Band freuen. Vielleicht wird er irgendwann folgen und falls es so sein sollte, werde ich ihn mit Freuden verschlingen.