Rezension zu "Schlaflos in Hamburg" von Allyssa Ullrich

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monike85

Vor 2 Jahren

(11)

Der Roman behandelt das Thema ,Ausziehen‘ und das ,Abnabeln‘ von zu Hause. In amüsanter Art und Weise werden die kleinen und großen Aufgaben des Alltags aus Sicht der Protagonistin Alyssa und ihrer Mutter Hortense geschildert. Beide verfügen über ein gehöriges Chaospotential, was zu kuriosen und amüsanten Situationen führt.
Das Buch besticht durch die sich abwechselnden Passagen, die einmal aus der Sicht der Mutter (Hortense) sowie der Tochter (Allyssa) geschildert werden. Durch eine farbliche Unterscheidung der zugehörigen Teile wird es dem Leser erleichtert, den jeweiligen Sprecher zuzuordnen. Kollagen zu entsprechenden Themen, die im Buch vorkommen, stützen die Handlung und lassen den Blick einen Moment verweilen, bis es in der Handlung weiter geht.
Die Sprache ist einfach gehalten und führt den Leser in rasantem Tempo durch die Handlung. Der Lesefluss wird durch den Schreibstil der Autorinnen besonders gefördert und ist dem Inhalt angemessen; Inhalt und Stil greifen ineinander über.
Ich würde das Buch als Ferienlektüre im Sommerurlaub oder an einem Sommerwochenende empfehlen. Es handelt sich um leichte Unterhaltung, die man schnell durchlesen kann. Allerdings kann sie dann auch schnell vergessen werden. Der Roman besticht durch sein atemberaubendes Tempo, allerdings jagt eine Pointe die andere und das kann einem schnell zu viel werden. Allyssa mutiert zur personifizierten Unbeholfenheit und Chaos-Queen, deren Mutter sie durch ihre Ideen und Aktionen noch weiter ins Chaos treibt. Das Buch wird zunehmend unglaubwürdiger.
Alles in allem bietet „Schlaflos in Hamburg“ zwar schon ein kleines Lesevergnügen, allerdings sollte der Leser sich darüber im Klaren sein, dass es sich hierbei nicht um hochtrabende Literatur handelt sondern einfach um seichte Unterhaltung. Leider nur drei Sterne...

Autor: Allyssa Ullrich
Buch: Schlaflos in Hamburg
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