Inhalt (Verlag):
Das Mädchen Meridian schwebt in größter Gefahr: Als Fenestra ist es ihre Aufgabe, den Seelen der Verstorbenen den Weg in dem Himmel zu weisen – doch sie hat dunkle Gegenspieler, die dies verhindern wollen. Auf der Flucht vor den Aternocti gelangt Meridian in eine friedlich wirkende Kleinstadt, in der sie die Gegenwart einer anderen Fenestra spürt. Kann sie diese finden, bevor die Aternocti es tun?
Meine Meinung:
Ersteinmal muss ich sagen, dass ich ohne „Hazy Memories“ das erste Buch noch einmal hätte lesen müssen. Da zwei Jahre seit dem ersten Buch „Meridian -Dunkle Umarmung“ vergangen waren. Also hier nochmal ein großes Danke an die Seite!
Ich fand mich also direkt wieder in dem Buch ein und war in der Welt von Meridian und Tens. Als sie in der Kleinstadt Carmel (Indiana) ankommen merken sie sie sind hier richtig und müssen eine weitere Fenestra finden und ihr helfen.
Diese ist Juliet. Sie lebt in einem „Heim“ das eigentlich sterbende Menschen aufnimmt und wo das Böse (die Aternocti) dahintersteckt. Sie selber weiß von ihrer Gabe natürlich nichts und versucht einfach nur zu überleben in dem Dunkelbarger-Sanatorium, kurz DG.
Man lernt Juliet direkt zu Anfang kennen, denn das Buch ist in zwei Erzählweisen eingeteilt, die jeweils aus der Ich- Perspektive geschrieben sind. Die von Meridian und die von Juliet. So kann man direkt zu Juliet eine Beziehung aufbauen und leidet wirklich mit ihr mit und möchte ihr und den anderen Kindern die dort leben so gerne helfen aus der Hölle des DG's zu fliehen.
Meridian und Tens kämpfen sich mit Hilfe von kleinen Informationen und der Hilfe von besonderen Menschen wie Rumi, Vater Anthony und Joi in Carmel immer weiter zu Juliet vor und zu kleinen Geheimnissen der Fenestrae. Allerdings war ich damit nicht ganz zufrieden. Man erfährt meiner Meinung nach einfach zu wenig und wenn ist es etwas verworren, so das ich oft nicht ganz mitkam oder kurz mit einem Fragezeichen auf der Stirn vor dem Buch saß. Ich habe einfach teilweise die Zusammenhänge nicht verstanden. Das kann natürlich nur an mir liegen und muss nicht zwangsläufig jedem so ergehen. Ich hätte mir dennoch mehr Klarheit gewünscht.
Die Charaktere in Meridian sind liebevoll ausgearbeitet, dennoch bleiben manche etwas zu flach in meinen Augen, wo sie doch eine scheinbar wichtige Rolle in dem Buch spielen. Das kann sich jedoch in den Folgebänden noch ändern.
Meridian und Tens haben neben der Aufgabe die sie haben auch zwischenmenschlich ab und an „Probleme“. Meridian ist eifersüchtig und möchte mehr in ihrer Beziehung als nur Küsse zu tauschen. Ich denke es ist Amber Kizer gut gelungen die normalen Probleme von Teenagern und der Liebe hier einzubringen. Es hat kleine erotische Szenen, diese sind aber keineswegs unrealistisch oder übertrieben und bleiben immer im Rahmen. Sex ist hier ein Thema, kommt aber nicht vor. Gerade für Teenager spiegeln diese Passagen sicher einen Wiedererkennungswert wieder.
Trotz der Kritik an dem Buch konnte es mich richtig fesseln und zum Schluss wollte ich nicht mehr aufhören zu lesen, da ich mich auf den Showdown gefreut habe. Leider wurde ich auch hier nicht ganz zufrieden zurückgelassen, denn dieser endet einfach zu einfach und schnell. Dennoch macht es Lust auf den nächsten Teil und ich hoffe dieser wird mich wieder klarer und freudiger zurücklassen.
Ich muss noch etwas zum Cover einschieben, denn dieses ist wieder wunder- wunderschön. Auch bei jedem Kapitelanfang sind wunderschöne Illustrationen in dem Buch. Das werde ich sicher bei den Nachfolgern vermissen, da diese nicht mehr bei PAN herauskommen werden, da sich dieser tolle Verlag im Herbst 2012 auflöst. Ich hoffe sehr, dass Amber Kizer auch vom Droemer Knaur Verlag übernommen wird und die Reihe um „Meridian“ weiter bestehen kann. Wo es doch ein 4-Teiler wird!
Fazit:
Eine gute Fortsetzung mit seinen Ecken und Kanten, die mich aber doch stets weiter lesen lies und immer einen guten Spannungsbogen hatte. Durch seine, für mich, oft verwirrenden Stellen, gab es dennoch Punkteabzug. Wer allerdings den Vorgänger gelesen hat und ihm dieser auch gefallen hat, der sollte sich wirklich dieses Buch schnappen und weiterlesen! Eine schöne Geschichte über Fenstrae und den Weg ins Licht.