Andreas Eschbach – Der letzte seiner Art
Produktinformationen:
Autor: Andreas Eschbach
Titel: Der letzte seiner Art
Untertitel: -/-
Originaltitel: Der letzte seiner Art
Verlag: Bastei Lübbe
Sprache: Deutsch
Kosten: €8,99 [D] €9,30 [A]
Seitenanzahl: ca 350
Art: Taschenbuch
ISBN: 978-3-404-15305-3
Genre: Thriller, Sci-Fi, Verfolgung
Meine Altersempfehlung: 15+
Erster Satz:
Am Samstagmorgen erwachte ich blind und halbseitig gelähmt.
Rückentext
In einem irischen Fischerdorf lebt ein Mann, der ein Geheimnis hütet. Nein, mehr als das. Er IST das Geheimnis.
Sie hatten ihm Übermenschliche Kräfte versprochen. Stattdessen wurde er zum Invaliden. Er hatte gehofft ein Held zu werden. Stattdessen muss er sich vor aller Welt verbergen.
Denn Duane Fitzgerald ist das Ergebnis eines geheimen militärischen Experiments, eines Versuchs, der auf tragische Weise fehlgeschlagen ist. Für seinen Opfermut erhielte er die Freiheit, den Rest seines Lebens dort zu verbringen, wo er es sich wünschte. Im Gegensatz musste r sich verpflichten, zu schweigen.
Über den Autor:
Andreas Eschbach, 1959 in Ulm geboren, studierte Luft- und Raumfahrttechnick und arbeitete zunächst als Softwareentwickler. Als Stipendiat der Arno-Schmidt-Stiftung ‚für schriftstellerisch hochbegabten Nachwuchs‘, schrieb er seinen ersten Roman ‚Die Haarteppichknüpfer‘.
Bekannt wurde er durch den Thriller ‚Das Jesus Video‘. Mit ‚Eine Billion Dollar‘ (2001), ‚Der letzte seiner Art‘ (2003), ‚Der Nobelpreis‘ (2005), ‚Ausgebrannt‘ (2007) und ‚Ein König für Deutschland‘ (2009) stieg er endgültig in die Riege der deutschen Top-Autoren auf. Andreas Eschbach lebt heute als freier Schriftsteller in der Bretagne.
Inhalt:
Duane ist ein frühpensionierter Soldat. Offiziell. Denn in Wirklichkeit ist er ein Missglücktes Versuchskaninchen. Die amerikanische Regierung hatte die besten Soldaten „aufgerüstet“. Es fing mit kleinen, unschuldigen Sachen a. Bei ihm der kleine Finger, verstärkt mit Metall. Und danach ging es Schlag auf Schlag.
Nach tausenden Operationen wog er 300 Pfund, weil er so viel Metall in sich hatte. Er kann seinen Blutfluss stoppen, sich Medikamente intravenös geben, mit nur einem Gedanken, 1 Kilometer in einer Minute sprinten, und hat die teuerste Droge der Welt, Alpha-Adrenalin, in sich, die ihn unbezwingbar macht.
Alles in allem: Er ist mit seinen Kollegen der stärkste, schnellste und unbezwingbarste Mann der Welt. Doch die Mission STEEL MEN, unter diesem Namen lief das Projekt, wurde abgebrochen. So durfte Duane seine ganzen Errungenschaften nie einsetzten. Seinen gesamten rechten Arm hat er ersetzen lassen. Von seinem Darm ist nur noch ein kleines Stückchen übrig, sodass er nur noch spezialisierte Nahrung zu sich nehmen darf. Und sein gesundes Auge hat er hergegeben, für ein Milliardenschweres High-Tech-Teil, was Infrarot und andere Sichten ermöglicht.
Nun lebt er abgeschottet in einem kleinen irischen Fischerdorf und beobachtet. Beobachtet die Frau, die das Hotel leitet, denn in sie hat er sich heimlich verliebt. Und der einzige Zivilist, der von ihm weiß, ist sein Arzt.
Obwohl es ihm streng verboten war, Zivilisten einzuweihen, ist er irgendwann zu O’Shea gegangen, weil sein kleiner Finger Probleme machte. Und so hat ein normaler Hausarzt sich seine Geschichte angehört und ihn bei seinen immer öfters auftretenden Problemen geholfen. Denn die Technologien funktionieren, bloß spielt sein Körper nicht immer mit.
Und eines Tages kommt ein Asiate in die kleine Stadt und sucht ihn. Hartnäckig. Weiß er von Duanes Geheimnis? Und wenn ja, was will er?
Nach der ganzen Ruhe muss Duane seinen Cyborg aktivieren, um dem geheimnisvollen Mann zu entkommen. Doch was, wenn er auf seiner Seite ist?
Meine Meinung:
Sprache, Ausdruck:
Die Sprache ist der Hammer. Es wird immer wieder zwischen Präsens und Vergangenheit gewechselt, was daran liegt, dass Duane das gesamte schreibt, wie ein Tagebuch, manches passiert in dem Moment, manches hat er erlebt.
Die Gefühle sind wunderbar beschrieben, den Hass auf sich selbst, die Wut auf sich, das angenommen haben, und nun ein pensionierter, kaputter Cyborg zu sein.
Figuren:
Wichtigste Figuren: Duan, O’Shea, Reilly, Finnan, Harold Itsumi.
Duan ist ein Cyborg, der als offizeller frühpensionierter Soldat in einem kleinen, irischem Fischerdorf seiner Vorfahren lebt, zurückgezogen, allein. Sein einziger Hoffnungsschimmer ist Seneca, ein Philosoph.
O’Shea ist der Arzt, der offiziell nichts von Duanes wahrer Identität weiß, inoffiziell aber schon seit Jahren Duanes Technik repariert, ihn operiert, wenn etwas passiert.
Reilly ist der verantwortliche der STEEl MEN, von den Steel Men auch Papa Reilly genannt, da die Cyborgs seine Kinder sind – er legt sich mit seiner gesamten Kraft für die Männer rein.
Finnan ist der Bruder von Duanes Flamme – und spielt am Ende des Buches eine große Rolle, als Duane vor Reilly flüchten will…
Harold Itsumi ist der Anwalt, der verzweifelt nach Duane sucht. Ein Asiate mit amerikanischer Abstammung.
Die Figuren werden erklärt, nur weiß man von Duane kaum etwas, schließlich ist es sein Tagebuch, da schriebt man nicht rein, wie man aussieht.
Mir gefällt, dass jede Person eine eigene Aura hat, wenn sie beschrieben wird.
Aufmachung (Cover + Titel):
Der Titel passt. Auch wenn er erst gegen Ende des Buches wahr wird.
Das Cover ist total in grün/schwarz gehalten, und die Laserstrahlen, die ein Karomuster auf dem Gesicht des Mannes bilden, die eine Hälfte, die in grünes Licht getaucht ist, lassen einen überlegen, was das bedeuten soll. Ziemlich schnell merkt man, dass dies etwas mit Technik zu tun haben muss..
Fazit:
Absolut wunderbar. Aber was anderes hatte ich von Eschbach eigentlich auch nicht erwartet. Seine Thriller sind fantastisch. Der Charme und die Selbstironie haben mir total gut gefallen, und der Schreibstil ist wundervoll spannend und man will immer weiterlesen, umblättern, weiter. Umblättern, weiter.
Auch die Einschiebungen von Seneca passen immer 100%ig und insgesamt kann ich nur sagen: WOW. Eschbach eben.