Leser-Rezension zu „Eine unberührte Welt” von Andreas Eschbach
am 1.02.2011
In seinem Sammelband „Eine unberührte Welt“ stellt Andreas Eschbach 27 seiner in diversen Zeitschriften bzw. zum Teil bis dahin unveröffentlichten Kurzgeschichten vor. Jede der Geschichten wird kurz mit einer Darstellung ihrer Entstehung eingeleitet, mal mehr mal weniger interessant. Es handelt sich überwiegend um Science Fiction Storys, die sich in Originalität und Spannung sehr unterscheiden.
Besonders gut haben mir die Geschichten „Quantenmüll“, „Al Qaida“ und nicht zuletzt die titelgebende Geschichte „Eine unberührte Welt“ gefallen. Die Geschichten sind einfallsreich, überraschend und spannend zu lesen. Für mich konnte ich feststellen, dass Eschbach Kurzgeschichten sehr liegen und ich nicht, wie in so manchem seiner Romane, das Gefühl hatte, mit einem unfertig wirkenden Schluss als Leser „abgespeist“ zu werden.
Als eher anmaßend empfand ich jedoch die von Andreas Eschbach in der Einleitung zu „Der Alptraummann“ geäußerte Einstellung, dass ein aufmerksamer Beobachter feststellen würde, „dass ich es liebe, wenn ich zu einem scheinbar ausgelutschten Standardmotiv der Science-Fiction eine neuen Dreh finde.“ Zu dieser Geschichte fielen mir spontan sowohl Stanislaw Lems „Der futurologische Kongress“ sowie „Matrix“ ein.

