Leser-Rezension zu „Der Prinzessinnenmörder” von Andreas Föhr
am 18.01.2012
Kleine Kinder und Besoffene haben Glück, sagt man. Aber in diesem Fall kann man nicht von Glück reden, denn das Kind ist tot und der Besoffene hat die Leiche gefunden.
Bei dem Besoffenen handelt es sich um Polizeiobermeister Kreuthner, dessen Chef Kommissar Wallner es wahrlich nicht leicht mit ihm hat. Aber irgendwie schafft Kreuthner es immer wieder, entscheidende Hinweise zu finden.
Und das ist bitter nötig in diesem verzwickten Fall. Denn das tote Mädchen, das in einem Brokatkleid gefunden wird, hat eine Plakette mit der Nummer 1 im Mund. Was, wie Wallner richtig vermutet, auf einen Serienmörder hindeutet. So dauert es auch nicht lange, bis die nächsten Mädchenleichen gefunden werden.
Die Spannung dieses beachtlichen Debüts baut sich ganz langsam, aber unaufhaltsam auf, so dass es schwer ist, das Buch aus der Hand zu legen. Gesprochen wird in einem entschärften Bayerisch, so dass auch Nicht-Bayern es verstehen können.
Dieser Krimi mit seinen knorrigen Charakteren und dem kräftigen Lokalkolorit hat mir ausgesprochen gut gefallen. Ein sehr lesenswerter Serienauftakt!

