MEINE MEINUNG:
"Schafkopf" heißt der Nachfolgeband von "Der Prinzessinnenmörder", den ich allerdings nicht gelesen habe. Schafkopf ist übrigens auch ein Spiel. ;)
Der Prolog beginnt am 15. Juni 2007, als kurz vor 23.00 Uhr der Rechtsanwalt Jonas Falking von seinem Schwiegervater € 200.000,00 bekommt (der Grund offenbart sich erst später). Zur gleichen Zeit beichtet Kathrin der besten Freundin Susi ihre Fluchtgedanken, da die junge Frau von ihrem Freund Stani geschlagen wird. Susi geht es nicht viel besser.
Schwenk zum 4. Oktober 2009: Polizeiobermeister Leonhard Kreuthner möchte mit seinen 37 Jahren noch nicht zum alten Eisen gehören und trainiert deshalb für einen Marathon, um es allen zu beweisen. Beim Joggen findet er auf dem hochgelegenen Riederstein einen toten Mann. Es stellt sich heraus, dass es sich bei dem Toten um Stanislaus Kummeder handelt - um jenen Stani, der seit 2007 nach seiner verschwundenen Freundin Kathrin sucht...
Da ich den Kriminalroman bei Seite 95 entnervt zugeklappt habe, kann ich die weitere Handlung natürlich nicht beurteilen und sage nur ganz kurz, warum ich das Buch abgebrochen habe.
Die Protagonisten bleiben recht blass und wirken hölzern. Von Kommissar Wallner von der Kripo Miesbach habe ich so gut wie gar nichts erfahren, und Polizeiobermeister Kreuthner will allen beweisen, dass er doch nicht so untrainiert ist. Ansonsten erscheinen sehr viele Nebencharaktere auf der Bildfläche, von denen mir keiner im Gedächtnis geblieben ist. :(
Zu der Handlung kann ich nur sagen, dass die Geschichte sehr detailiert geschildert wird und dadurch äußerst langweilig & langatmig wirkt. Erzählt werden die Begebenheiten von mehreren Charakteren, aber das kann auch nichts mehr retten.
Durch die vielen Rückblenden wird das Lesen sehr ermüdend und mit dem dahinplätschernden Schreibstil und dem gequälten bayrischen Dialekt kann ich nicht wirklich etwas anfangen.
FAZIT:
Dieser Bayern-Krimi konnte mich leider nicht überzeugen, obwohl ich die Bayern sonst sehr gern mag. "Schafkopf" hat seine Chance von knapp 100 Seiten bekommen - und bedauernswerterweise verspielt.