Wäldchestag
von
Andreas Maier
ISBN 9783518411728, Fester Einband, 314 Seiten, aus der Reihe 9, Gegenwartsliteratur, Erscheinungsdatum:
bei Suhrkamp
Wäldchestag von Andreas Maier - Inhaltsangabe
Sebastian Adomeit, Naturkundler und Ornithologe, über den man in seinem Wetterauer Provinznest mehr Mutmaßungen erzählt als Tatsachen, auch wenn er gar nicht so abgeschieden gelebt hat, wird zu Grabe getragen. Über sein Vermögen kursieren wilde Gerüchte, und Skandalöses munkelt man auch über seine Beziehung zur Schwester, die er vor vielen Jahren wegen eines unehelichen Kindes aus dem Haus gejagt haben soll. Adomeit hat seinen Tod so inszeniert, dass die Beerdigung ausgerechnet am Pfingstsonntag stattfindet. Die angereiste Verwandtschaft und all die Sensationshungrigen im Dorf müssen sich aber noch zwei weitere Tage gedulden, denn auch für die Testamentseröffnung ist vom Verstorbenen ein unpassenderTermin festgelegt worden: der Pfingstdienstag, an dem man im Frankfurter Raum traditionell im Wald zusammensitzt und Wäldchestag feiert.§ Andreas Maier lässt seinen Erzähler berichten, was er in Kneipen, auf dem Friedhof, bei den Gesprächen zwischen den Einheimischen und Fremden aufschnappt, was ihm gebeichtet oder vertraulich als todsicher wahr hintertragen wird. So entsteht eine tollkühn erzählte Geschichte über einen gebeutelten Kerl, der der Welt auf beeindruckende Weise eine Nase dreht.
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