Rezension verfasst vor 2 Jahren
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"Eine Hochzeit im Dezember" ist das erste Buch, welches ich von Anita Shreve gelesen habe. Ich hatte es mir deswegen gekauft, weil mich das Cover mit den winterlichen Farben und der Klappentext sehr angesprochen haben. Und ich darf sagen, dass Anita Shreve eine wundervolle Art hat sich auszudrücken und eine feinfühlige und charakterlich starke Geschichte zu schreiben.
Nach siebenundzwanzig Jahren treffen sich die Schulfreunde Agnes, Harrison, Nora, Bill, Jerry, Bridget und Rob in den Berkshire Hills wieder, um dort die Hochzeit von Bill und Bridget zu feiern. Doch die Stimmung ist nicht so ausgelassen, wie sie bei einem Klassentreffen solcher Art sein sollte. Denn nicht nur jeder Einzelne trägt ein Geheimnis mit sich, sondern es verbindet auch alle ein großes Geheimnis, dass sie seit ihrer gemeinsamen Schulzeit bis heute miteinander verbindet und erst langsam wieder an die Oberfläche kommt.
Anita Shreve erzählt diese Geschichte abwechselnd aus den Perspektiven von Harrison, Agnes und Bridget, so dass der Leser immer wieder Einblick bekommt in die Gefühlswelt der einzelnen Personen. Nach und nach setzen sich die Puzzleteile zu einem großen Gesamtbild zusammen, welches erschreckend und allumfassend ist. Shreve schafft es bis zur letzten Seite, den Leser am Buch zu fesseln, denn bis zum Ende braucht es, dass jede Person ihr kleines, schlimmes Geheimnis verraten hat.
"Eine Hochzeit im Dezember" ist ein ruhiges Buch, faszinieren, winterlich kalt, voller Geheimnisse und Nervosität, voller Freundschaft und angespannter Beziehungen. Ein kleines Meisterwerk!
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