Rezension zu "Opferschuld" von Ann Cleeves

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sabatayn76

Vor 2 Jahren

(12)

Schuld und Sühne

Inhalt:
Emma findet eines Tages die Leiche ihrer besten Freundin Abigail. Schnell kommt es zur Verhaftung von Jeanie, die ein Motiv für den Mord hätte, jedoch fortwährend ihre Unschuld betont. Nach zehn Jahren Inhaftierung suizidiert sich Jeanie im Gefängnis. Dass sich ein neuer Zeuge bei der Polizei gemeldet hat, der ihr Alibi bestätigen kann, und dass der Fall wieder aufgerollt werden soll, wusste sie nicht. Inspector Vera Stanhope von der Kriminalpolizei Northumberland ermittelt - doch für Jeanie kommt die Suche nach der Wahrheit selbstverständlich zu spät.

Mein Eindruck:
'Opferschuld' sticht aus der Masse der Kriminalromane heraus, die lediglich darauf fokussieren, beim Leser Grauen zu erzeugen und eine möglichst verworrene (und oft unrealistische) Aufklärung zu präsentieren. Ann Cleeves' Geschichte ist anders, bleibt stets glaubwürdig und aus dem Leben gegriffen. Dabei lässt sich das Buch sehr flüssig lesen und ist sprachlich anspruchsvoller als ein Durchschnittskrimi. Der Spannungsaufbau erfolgt langsam und gemächlich, nie hat man das Gefühl, dass einem das Blut in den Adern gefriert, und nie hat man das Gefühl, dass es langatmig und langweilig ist.

Mein Resümee:
Ein spannender Krimi ohne Gemetzel und ohne explizite Beschreibung von Verbrechen.

Autor: Ann Cleeves
Buch: Opferschuld
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