Leser-Rezension zu „Der Plätzchen-Club” von Ann Pearlman
am 7.11.2011
Jedes Jahr im Dezember treffen sie sich - zwölf Frauen, alle mit köstlichen selbstgebackenen Plätzchen. Sie probieren, tauschen Rezepte aus und erzählen sich alles, was im vergangenen Jahr wichtig war: Marnie hat sich unsterblich verliebt, Charlene hat durch einen tragischen Unfall ihren Sohn verloren, Laurie ein kleines Mädchen aus China adoptiert. Eine von ihnen wird fortziehen, eine andere zittert um das kranke Enkelkind. Rosie und Jeannie haben sich gestritten und reden nicht miteinander. Doch jetzt feiern sie, sie sind alle zusammen, und auf einmal sind sie einander ganz nah. Kummer und Streit sind vergessen, sie umarmen sich und lachen - Freundinnen, was immer auch passiert.
Wer hier Friede-Freude-Eierkuchen und zuckersüssen Kitsch erwartet, der ist mit diesem Buch genauso schlecht bedient wie jemand, der große dramatische Gefühle oder Ereignisse mit viel Drama erwartet .
Mir hat das Buch sehr gut gefallen! Ich dachte manches Mal : wohl dem der so eine Freundin wie Marnie hat ! Und so einen „Club“ von guten Freundinnen ! „Spannend“ soll so ein Buch in meinen Augen auch nicht unbedingt sein – es ist genauso ereignisreich eben wie unser Leben – mit allen Höhen und Tiefen und guten und schlechten Tagen und Zeiten. – also ganz sicher auch nicht langweilig.
Ich empfand es richtig angenehm, mal so ein ruhiges gemütliches Buch zu lesen – eingekuschelt in meine Decke, mit einer Tasse Tee neben mir – nur die Plätzchen, die haben mir dazu gefehlt…*g* Allerdings würde ich die vom Buch nun auch nicht unbedingt nachbacken; da ist mein Geschmack doch in wenig anders. Interessant fand ich die Erläuterungen und Beschreibungen der Zutaten bzw. deren Herkunft allemal – vieles war mir zwar nicht unbekannt; manches aber doch neu. Und meinen Lesegenuss hat das ganz sicher nicht beinträchtigt…

