Rezension verfasst vor 2 Wochen
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Eigentlich wollte Joe diese Weihnachten ganz allein mit seinem Vater feiern. Dieser muss nun aber kurzfristig zu seiner kranken Tante nach Schottland, sodass Joe die Feiertage bei seiner Mutter und deren neuen Familie verbringen soll. Ein Albtraum, findet Joe.
Doch bereits im Zug von London nach Canterbury verläuft seine Reise nicht ganz so wie geplant: seine seltsamen Mitreisenden geben ihm zu denken und als dann auch noch der Strom ausfällt, steigt Joe aus Versehen eine Station zu früh in Stubble End aus.
Dort bekommt er von einem freundlichen Bahnmitarbeiter ein Dreirad, mit dem er zum Haus seiner Mutter in den Nachbarort radeln kann. Jedoch ist das Dreirad verhext und so rast er ungebremst in ein Büro – keineswegs in irgendein Büro, nein, er gerät mitten in ein Hexenbüro!
Hier nehmen die Geschehnisse seinen Lauf und Joe findet sich bald auf der Suche nach der fehlenden Seite in „Mabels Buch“, die auf keinen Fall in die falschen Hände geraten darf…
Obwohl mir das Buch ganz gut gefallen hat, habe ich gar nicht so viel dazu zu sagen. Es geht vor allem um Mut, Vertrauen und natürlich um Freundschaft. Die Handlungsstränge sind nicht wirklich kompliziert, dafür aber spannend und liebevoll erzählt. Außerdem gibt es einige schöne Ideen – wie zum Beispiel den Ursprung des Titels, der im Verlauf der Geschichte klar wird.
Die einzelnen Figuren haben jede ihren eigenen Charakter und ich habe sie gleich ins Herz geschlossen. Vor allem die etwas quirlige, junge Hexe Twiggy, die gern mal für etwas Chaos sorgt – aus Versehen natürlich – hat es mir angetan. Ebenso wie der Kater Squib, der von seiner Besitzerin des Öfteren in Gegenstände verwandelt und dann vergessen wird… Auch Joes kleine Schwester Esme mochte ich sofort, denn sie steckt die Nase permanent in ein Buch. Sehr symphatisch. :)
Dann geht es noch um die verschiedenen Hexenclans in England und die Frage, warum es eigentlich immer weniger Hexen gibt. Ein zauberhafter Mitternachtsmarkt kommt ebenfalls vor und bringt die Handlung erst so richtig voran.
Insgesamt ist „Whispering to Witches“ eine schöne Geschichte für die Adventszeit und natürlich vor allem etwas für Kinder (keinesfalls mit Harry Potter zu vergleichen und auch überhaupt nicht düster). Der Erzählstil wirkte auf mich teilweise etwas episodisch und es gab kleinere Sprünge zu Anfang der Geschichte, bis sie dann in Gang kommt. Am Besten hat mir das Ende gefallen und die Auflösung der bis dahin aufgetretenen Fragen. Vor allem die „Spillikins of Doom“ hihi
Wenn ihr noch eine leichte Lektüre vor Weihnachten sucht und es euch nicht stört, dass es sehr kindlich geschrieben ist, dann lest dieses Buch. :)
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