Leser-Rezension zu „Alles Glück kommt nie” von Anna Gavalda
am 27.05.2011
Wie der Titel schon sagt. Alles Glück kommt nie. Vielleicht erwartet der Mensch auch zu viel?
Charles Balander befindet sich mitten in einer Midlife-Crisis. Dabei ist er ein erfolgreicher Architekt, lebt mit seiner Lebensgefährtin Laurence und deren Tochter Mathilde zusammen. Er fängt an vieles in Frage zu stellen und es ereilt ihn so manche Depression und mittendrin bekommt er eine Nachricht. In 3 Wörter steht auf dem Zettel „Anouk ist tot“. Anouk war die Mutter seines besten Freundes Alexis und seine große Liebe. Diese Nachricht wirft ihn so richtig aus der Bahn.
Nun fängt er an sich mit seiner Vergangenheit auseinander zu setzen und sucht einige Orte auf. Als er auf dem Friedhof das Grab von Anouk besucht entschließt er sich auch Alexis anzurufen. Auf der Suche nach einigen vergangenen Spuren und Begebenheiten landet er bei Kate, die ein paar Kinder alleine groß zieht und auf dem Lande lebt in einem alten Haus mit vielen Tieren. Als sie über ihr Schicksal berichtet wird Charles erstmals bewusst, wie andere mit ihrem Leben, in das sie hineingeworfen wurden, fertig werden müssen. Er fängt an sich auf die wirklichen Dinge des Lebens zu besinnen, für andere da zu sein. Das macht glücklich.
Anna Gavalda erzählt lebendige Geschichten in einer hinreißend lebendigen Sprache. Allerdings hatte ich anfangs leichte Probleme mit den Zeitsprüngen. Manchem mag es leicht kitschig erscheinen, aber Anna G. versteht sich sehr gut darin, die Gefühle der Personen zu erzählen. Sehr positiv finde ich, dass
das Hörbuch von 2 verschiedenen Sprechern gelesen wird. Die männliche Rolle von Stephan Schad und die weibliche von Nina Petri. So kann man dem Hörbuch besser folgen.

