Rezension zu "Libellensommer" von Antje Babendererde

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LaDragonia

Vor 10 Monaten

(18)

“Du musst lernen, andere nicht nach dem Bild zu beurteilen, das du dir nach kurzer Zeit von ihnen machst, Jodie. Es braucht lange, um jemanden wirklich kennenzulernen. Und bei Menschen, die verletzt worden sind, ob nun äußerlich oder tief in ihrem Inneren, ist es besonders schwer. Oftmals sind sie spröde oder scheu im Umgang mit anderen. Man muss Geduld haben, es sich verdienen, in ihr Herz blicken zu dürfen. Doch ist es einem erst gelungen, wird man nicht enttäuscht sein, denn es gibt viel Schönes zu entdecken.“
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Zum Inhalt:
Als die 15jährige Jodie die ständigen Streitereien ihrer Eltern nicht mehr länger ertragen kann und will, läuft sie von zuhause fort, mit dem Ziel zu ihrer Chat-Bekanntschaft Tim nach Sudbury zu trampen. Doch alles kommt ganz anders. Anfangs hat sie Glück und wird von einem netten Hippie-Pärchen ein gutes Stück mitgenommen, doch dann gerät sie an einen Trucker, der ihr nicht so freundlich gesinnt ist. Als sie sich auf der Flucht vor ihm in die Büsche schlägt, rettet sie der Indianer Jay. Er nimmt sie aus Zeitnot mit auf eine Reise in die Wälder Kanadas zu seiner Familie. Dort verbringt sie einen wunderschönen Sommer mit ihm, obwohl sie auf jegliche Annehmlichkeiten der Zivilisation verzichten muss. Die beiden verlieben sich ineinander, doch Jodie gehört genauso wenig in die Wälder Kanadas wie Jay in die Stadt, deshalb müssen die beiden eine schwere Entscheidung treffen.
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Meine Meinung:
Libellensommer, ist eine wunderschöne Liebesgeschichte für Jugendliche vor einem aber doch sehr ernsten Hintergrund. Ich als erwachsener Leser hätte mir durchaus noch etwas mehr Informationen, bezüglich des Abholzens der kanadischen Wälder, durch die z.T. skrupellose Papierindustrie, gewünscht. Aber ich denke für einen Jugendlichen ist es genau richtig so verpackt.
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Die Protagonisten sind mir sehr symphatisch, wenn auch Jodie mir anfangs sehr blauäugig in die ganze Geschichte hineinstolpert. Ein typisches Stadtkind, könnte man sagen, die von der Natur der Dinge, nicht wirklich auch nur die geringste Ahnung hat. Aber im Laufe der Geschichte wird sie regelrecht erwachsen und beginnt wirklich sich über vieles ihre eigenen Gedanken zu machen und wächst einem so genauso wie Jay immer mehr ans Herz.
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Fazit:
Antje Babendererde hat in diesem Buch, ein sehr ernstes Thema, gemeinsam mit einer wunderbaren Liebesgeschichte, in einen wunderbaren Roman verpackt. Auch wenn es mir persönlich z.T. ein wenig zu schnell abgehandelt ist, so denke ich doch das es für die Jugendlichen genau die richtige Länge hat und sie somit noch mehr anspricht, als einen Erwachsenen, dessen Sicht auf manche Dinge, doch noch etwas anders sind.

Autor: Antje Babendererde
Buch: Libellensommer
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