Leser-Rezension zu „Tigermond” von Antonia Michaelis
am 21.01.2010
Wenn der salzige Saft des Lebens den weißen Tiger berührt, das kristallklare Blut der Erde, der Tropfen des Todes – dann wird er zu Stein werden, zu hartem, kalten Stein.
Tigermond von Antonia Michaelis erzählt die abenteuerliche Reise eines Diebes und seinem heiligen Reittier, einem weißen Tiger. Farhad ist 16 Jahre alt und nur ihm es bestimmt, die Tochter des indischen Gottes Krishna aus der Wüste Thar zu befreien. Mit Hilfe des geheimnisvollen Blutsteins soll er gegen den grausamen Herrscher bestehen, der Raka als seine achte Frau in seinen Harem geschleppt hat. Nur mit dem Edelstein kann es dem Dieb gelingen, die Schöne zu befreien. Farhad und sein Tiger Nitish reisen mit den Wolken. Nitish hat eine Sprungkraft, die weit über die eines normalen Tigers hinausgeht. Diese Gabe ist von hoher Bedeutung, denn Farhad hat nur bis zum nächsten Vollmond Zeit, danach ist die Prinzessin verloren. Doch nicht nur die unaufhaltsame Zunahme des Mondes bereitet Farhad Sorgen. Sein bisheriges Leben als Dieb ist problematischer, als ihm lieb ist. Und dann ist ihm jemand auf den Fersen, jemand, der den Blutstein unbedingt für sich haben will.
Antonia Michaelis schreibt in gewohnter phantasievoller Art und Weise. Ihre Figuren werden lebendig, die Welt die sie erschafft, ist bunt und geheimnisvoll. Tigermond macht einfach Spaß beim Lesen und auch noch danach. Ein wirklich tolles und aufregendes Jugendbuch, auch für Erwachsene.

