Leser-Rezension zu „Kälteschlaf” von Arnaldur Indridason
am 11.12.2011
Kommissar Erlunder glaubt nicht, daß Maria Selbstmord begangen hat. Ihre Freundin Karen fand sie erhängt in ihrem Ferienhaus, das sie ihrer Freundin für ihren Urlaub zur Verfügung gestellt hatte.
Erlunder geht daher zunächst einigen Hinweisen nach und erfährt, daß Maria sich kurz vor ihrem Tod an ein Medium gewandt hatte. Ausserdem wird ihm eine Mitschrift einer Séance zugespielt.
Die Ermittlungen erweisen sich schwieriger als gedacht, zumal Baldvin, der Ehemann von Maria, die Leiche bereits hat einäschern lassen
Und ganz nebenbei ermittelt Erlunder noch in zwei Vermisstenfällen, die bereits viel Jahre zurückliegen.
Der Autor lässt den Leser an den Ermittlungen teilnehmen, er schreibt flüssig und spannend und bringt nach und nach Licht in die ganze Geschichte. Dabei entdeckt er auch noch ein gut behütetes Familiengeheimnis.
Um dem Kriminalroman ein wenig Schärfe zu nehmen wird zwischendurch auch über das Privatleben des Kommissars berichtet. Aber dadurch leidet auf keinen Fall die Spannung.
Ein ganz großes Thema dieses Romans ist der Tod und das Leben nach dem Tod, denn hiermit hatte sich Maria nach dem Tod ihrer geliebten Eltern sehr ausführlich beschäftigt.
Obwohl es manchmal vielleicht etwas gruselig war, hat mich dieser Roman sehr fasziniert. Ein wunderbarer Island Krimi!

