Rezension zu "Castello Cristo" von Arno Strobel

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HelgaR

Vor 1 Jahr

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2.Teil.
In Rom wird jeden Tag die Leiche eines jungen Mannes gefunden und so, wie sie in Szene gesetzt sind, stellen sie den Kreuzweg Christi nach, jeden Tag eine Station. Commissario Daniele Varotto leitet die „Sonderkommission Judas“ und hat keine Ahnung, was hier vor sich geht. Vom Justizministerium wird ihm ein Experte zur Verfügung gestellt. Er kommt aus einem sizilianischen Kloster, heißt Bruder Matthias und ist Deutscher. Vor einigen Jahren hat er die Kirche vor dem Untergang gerettet. Er kennt sich sehr gut mit Logen und Bruderschaften aus und soll mit Commissario Varotto gemeinsam diesen mysteriösen Morden auf den Grund gehen.

Es ist zwar nicht unbedingt notwendig, das erste Buch „Magus. Die Bruderschaft“ gelesen zu haben, da in diesem Buch die wichtigen Vorkommnisse immer wieder eingeflochten werden, aber wenn man es gelesen hat, versteht man manche Zusammenhänge besser und kann sich auch wieder an diverse Personen erinnern. Daher erlebt man auch zu Beginn eine große Überraschung, mit der man nicht gerechnet hat.

Commissario Varotto, dessen Frau vor einem knappen Jahr tödlich verunglückt ist, hat seit diesem Zeitpunkt, dem Glauben abgeschworen und nichts mehr für die Kirche übrig. Man kann sich vorstellen, wie erfreut er über die Mitarbeit von Bruder Matthias ist und dass diverse Reibereien vorprogrammiert sind. Bei den Nachforschungen gesellt sich zu Commissario Varotto und Bruder Matthias auch noch die Journalistin Alicia Egostino dazu, die die Freundin von Varottos Frau war und bei einer Zeitung beschäftigt ist.

Die Ermittlungen stellen sich als sehr schwierig heraus und gehen in verschiedene Richtungen, auch in den Vatikan, da dieser ja der Mithilfe von Bruder Matthias zugestimmt hat. Dann findet das Team heraus, dass vor ungefähr zwanzig Jahren eine Reihe von Jungen entführt wurde und alle Fälle sind unaufgeklärt. Nun stehen sie vor einem weiteren Rätsel. Wie passt das alles zusammen und wer steckt dahinter? Und plötzlich wird nach einem Zeitungsartikel auch noch Commissario Varotto von oberster Stelle aus suspendiert, was ihn aber natürlich nicht davon abhält, weiter zu ermitteln.

Der Aufbau der Geschichte hat mir sehr gut gefallen, die einzelnen Kapitel sind kurz gehalten, mit immer wieder wechselnden Szenen, bei denen man aber nie den Faden verliert. Obwohl man auch einiges über das Privatleben der einzelnen Personen erfährt, lenkt es doch nicht von den Morden ab. Auch wenn Varotto und Matthias hin und wieder ihre privaten kirchlichen Auseinandersetzungen haben, passen sie doch sehr gut zusammen und ergänzen sich hervorragend, was durch Alicia noch abgerundet wird.

Die Spannung hält durchgehend an und steigert sich noch gegen Ende zu. Obwohl ich immer wieder meine Vermutungen über den geheimnisvollen Hintermann anstellte, war ich am Ende dann doch überrascht. Auch dieses Buch hat mir wieder sehr gut gefallen, besonders der Schluss, aber ich vermute, dass es leider keine weitere Fortsetzung mehr geben wird.

Autor: Arno Strobel
Buch: Castello Cristo
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