Leser-Rezension zu „Eine Zierde in ihrem Hause” von Asta Scheib

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mabuerele mabuerele
Verfasst von mabuerele
am 25.09.2010
 

Ottilie von Faber wird aus dem Internat nach Hause geholt, als ihr Vater stirbt. Ihr Großvater, Herr der Bleistiftfabrik A. W. Faber, erzieht sie zur zukünftigen Erbin, da es an männlichen Erben mangelt. Ihre beiden Brüder sind in jungen Jahren verstorben. Nach dem Tode des Großvaters heiratet sie noch nach seinem Wunsche den Graf Alexander zu Castell-Rüdenhausen. Sie trägt ab sofort den Namen Faber-Castell. Es ist ungewöhnlich für die damalige Zeit, dass eine Frau ihren Mädchennamen behalten darf. Doch auch das hatte ihr Großvater noch durchgesetzt. Schnell muss Ottilie begreifen, dass die ehe ihr keinen Freiraum mehr lässt. Die Geschicke der Fabrik nimmt ihr Mann ihr aus der Hand; sie wird zunehmend Hausfrau und Mutter. Nur bei entsprechenden Anlässen darf sie noch repräsentieren. Für die Familie ihres Mannes gilt sie als nicht standesgemäß. Nur ihr Reichtum hat die Heirat ermöglicht. In ihrem Herzen lebt die Liebe zu Phillip von Brand. Es gelingt ihr, aus ihrer Ehe auszubrechen...
Der Autorin ist es gelungen, das Leben einer außergewöhnlichen Frau zu beschreiben. Gleichzeitig enthält der Roman eine zweite Lebensbeschreibung, die der Anna, die als Küchenmädchen in die Villa Faber kommt..
Die Zeitverhältnisse werden sehr gut wiedergegeben. Dabei ermöglicht der Roman einen Einblick in alle Schichten der Bevölkerung, ihre Lebensumstände, aber auch Einstellungen und Ansichten. Wer sich für Biografien, historische Tatsachenromane oder die Geschichte deutscher Dynastie interessiert, dem ist das Buch zu empfehlen.

 

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Eine Zierde in ihrem Hause Eine Zierde in ihrem Hause
Asta Scheib

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wirtschaft, liebe, biographie, faber, familiendynastie

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Eine Zierde in ihrem Hause
von Asta Scheib

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