Leser-Rezension zu „Die Bettelprophetin” von Astrid Fritz
am 18.01.2012
Meine Bewertung:
Handlung 2 +
Theres wird als Baby von ihren Eltern getrennt, weil diese eingesperrt wurden, weil sie Bettler waren und keine Papiere dabei hatten. Zunächst lebt Theres mit ihrem Bruder Hannes bei einer Pflegefamilie die sie aber nicht gut behandelt. Dann kommt sie ins Waisenhaus wo eine strenge Erziehung herrschte und Peitschenhiebe und Arrest nicht ausgeschlossen waren. Doch Theres findet hier auch Freunde. Als nächstes arbeitet sie als Magd und hat es auch da nicht gerade einfach. Doch könnte es sein, dass sich ihr Schicksal bald wendet?
Charaktere 1 -
Die Charaktere sind liebevoll beschrieben. Ich mag viele nicht und die meisten sind nicht so besonders, aber zwei hab ich bisher wirklich ins Herz geschlossen. Zumindest im ersten Teil des Buches. Danach werden die Charaktere meist nicht mehr ganz so ausführlich beschrieben und einige mag ich zwar oder nicht, aber ich find keinen mehr so richtig wirklich toll.
Idee/ Umsetzung 1 -
Die Idee ist auf jeden Fall interessant und die Umsetzung ist zum größten Teil auch gut gelungen
Schreibstil 1 -
Der Schreibstil ist in der wörtlichen Rede und auch nebenbei hin und wieder nicht ganz meins, aber durch den Inhalt des Buches wirkt er nach einer Zeit fast schon liebenswürdig und das Buch ist auf jeden Fall gut zu lesen.
Covergestaltung 2 -
Das Cover hätte mich persönlich jetzt nicht unbedingt angesprochen, wenn ich es mir selbst ausgesucht hatte, aber na ja. Es gibt auf jeden Fall schönere.
Länge der Kapitel 1
Eigentlich sind die Kapitel größtenteils relativ lang, aber da ich es sowieso so interessant find, dass ich kaum aufhören kann zu lesen oder es mir zumindest schwer fällt aufzuhören macht mir das hierbei nichts aus.
Preis 1
Das Buch war damals im Normalpreis, da es ein Taschenbuch ist.
Ende 2
Das Ende war nett, aber auch leider nicht mehr. Ich hätte mir so was in der Art schon denken würden und habe einfach von dem ganzen letzten Teil viel mehr erwartet.
Fazit: 2 +
Der erste Teil gefällt mir am besten. Er besitzt die liebevollsten gesstalteten Charaktere. Die Mitte find ich etwas lang, aber sonst gut beschrieben. Der 3. Teil ist dann nur noch mittelmäßig. Diese Liebe die da beschrieben wird find ich etwas unglaubwürdig, nicht nur wegen des Alters sondern auch von allem her einfach. Manche Szenen sind zwar ganz rührend, aber ich hatte da einfach mehr erwartet. Auch ihre Prophetensache find ich etwas zu weit hergeholt und etwas unglaubwürdig. Das war einfach nicht so meins. Natürlich hatte Theres von Anfang an ein schweres Leben. Viele Schicksalsleben und wenig Freude hat sie erfahren. Doch leider sind manche Dinge sehr lang beschrieben und wirken auf mich etwas zu deprimierend. Zwar kann ich mir schon vorstellen, dass die Armen tatsächlich so behandelt wurden wie es beschrieben wurden, aber dennoch fand ich es einfach zu viel des Guten. Was mich überrascht hat ist, dass trotz der sprachlichen Mängel (zumindest meiner Meinung nach) das Buch doch ziemlich gut zu lesen war. Und auf jeden Fall ist es voll mit interessanten Hintergrundmaterialien. Das Buch ist gut, aber ich müsste es jetzt nicht unbedingt noch mal lesen.

