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awogfli

Vor 2 Jahren

(12)

Durch eine Geschichte in der Geschichte versucht die Autorin, die Vergangenheit und Gegenwart einer jüdischen Familie miteinander zu verknüpfen. Dabei vergisst sie aber, welche Geschichte eigentlich erzählt werden soll, nämlich die spannende Story aus der Nazizeit. Als Rahmenhandlung geplant verzettelt sich der Inhalt viel zu breit ausgewalzt in der gähnend langweiligen Gegenwart und es wundert mich gar nicht, dass einige Leute das Buch zu Beginn abbrechen wollten oder dies sogar getan haben.

Im Berlin von "August" Hitler angekommen, kommt aber der ganze Roman dann endlich nach ewigen 120 Seiten sehr gut in Schwung und liefert grosses Kino in der Dramaturgie: Zwei jiddische resolute Damen, ein Träumer, die grosse Liebe, ein Deutscher SSler mit gutem Herz (oh Wunder!) und viele polnische Juden bevölkern die rasante Geschichte, die auf vielen Schauplätzen in Deutschland und Polen die Suche nach der verlorenen Liebe und die Entmenschlichung aller Beteiligten Sieger und Besiegte - Täter Opfer und Mitläufer beschreibt.

Fazit: Guter Roman, wenn man erst bei Seite 120 beginnt zu lesen.

Autor: Astrid Rosenfeld
Buch: Adams Erbe
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