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Daphne1962

Vor 3 Jahren

(12)

In diesem tollen Buch werden 2 Schicksale erzählt. Die eine handelt von Edward Cohen, der zur Jahrtausendewende in Berlin lebt und das andere Schicksal handelt von Adam Cohen, der in den 30er Jahren ebenfalls in Berlin aufwächst und Edwards Großonkel war. Zuerst befindet man sich in der jetzigen Zeit und dann auf dem Dachboden in den 30er Jahren wieder.

Edward hat eine etwas sonderbare Kindheit, die er mit seiner Mutter bei seiner strengen jüdischen Großmutter verbringt. Spannend wird sein Leben erst, als der schöne und zwielichtige Jack in sein Leben tritt und sich für seine Mutter interessiert. Jack sieht aus wie „Elvis“ und verdreht den Frauen den Kopf. Die 3 führen von nun an ein Leben, das einem Drahtseilakt gleicht. Nichts ist von Dauer, weder die Jobs noch die Wohnungen, in denen die 3 hausen, noch bleiben sie lange an einem Ort. Diese Odyssee endet abrupt durch einen Schicksalsschlag.

Edward findet nach dem Tod seiner Großmutter auf dem Dachboden ein ungeöffnetes Päckchen. Sein Großonkel Moses verbrachte die letzten Lebensjahre auf diesem Dachboden und verlor seinen Verstand zunehmend. Ein Grund war auch Edward, der dem Bruder Moses, also Adam Cohen wie aus dem Gesicht geschnitten war.

Zeitlebens hörte Edward nur „Wie Adam“, er sieht aus wie Adam, er spricht wie Adam.
Die Familie erzählte nur immer wieder Adam Cohen sei mit den Diamanten der Familie geflohen. Im 2. Schicksal wird dann die Geschichte von Adam Cohen erzählt, wie er in Berlin aufwuchs, wie er bei einem Rosenzüchter in die Lehre ging und wie er sich unsterblich in Anna Guzlowski verliebte. Wie Anna plötzlich verschwand und Adam
sich auf die Suche nach ihr begab. Bei der Suche nach Anna landet er in dem von den deutschen besetzten Polen, als Rosenzüchter bei einem SS-Mann. Adam hatte ein sehr inniges Verhältnis zu seiner Großmutter, mit der er viel Zeit auf dem Dachboden verbracht hat und die ihm seine Menschenkenntnis gelehrt hat.

Gefallen hat mir, das man bei dem Lesen der Geschichten so toll abtauchen kann und keine ständigen Zeitsprünge gemacht werden. So bleibt man der Geschichte sehr verbunden. Mitreißend erzählt und am Ende bleibt man dann doch auch sehr betroffen zurück und es wirkt noch lange nach dieses tolle Buch. Ein Empfehlung an alle, die
Familiengeschichten lieben.

Autor: Astrid Rosenfeld
Buch: Adams Erbe
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