Neuer Beitrag

robbylesegern

vor 3 Jahren

(7)

Eine starke Stimme für die Vergangenheit ...und was für Eine.Mit sicherem Gespür für Ironie an der rechten Stelle, spielt die Autorin mit Worten, trifft den Leser, rüttelt auf und tut was nötig ist,"erzählt,weil der Gedanke,dass einfach alles verschwinden soll,unertraglich ist".

Noch immer sitze ich ganz von den Eindrücken dieses Buches gefangen, von der Sprachgewalt dieser Autorin faziniert,vor diesem Buch und bewundere mit welcher Unerschrockenheit dieses Debüt geschrieben wurde.Kann man dies nur, weil man diese Zeit nicht erlebt hat(die Autorin wurde 1977 geboren), weil man dadurch eine Distanz zu dieser Zeit hat?Trotz ihres Alters, zeigt die Autorin ein tiefes Gespür für die damalige Zeit, die Schicksale der Menschen, ihren Überlebenswillen und die Kraft der Liebe. Denn diese Liebe läßt "Das Erbe Adams" erst entstehen und den Leser teilhaben an einer tiefbewegenden Geschichte, die die Vergangenheit mit der Gegenwart verbindet.

Zwei Geschichten werden erzählt, beginnend mit der Gegenwart im Jahr 2000, in der Edward Cohen erwachsen wird.Immer wieder erzählen ihm seine jüdischen Verwandten, dass er seinem Großonkel Adam gleicht."Sieh mal, die gleichen Augen, die gleiche Nase, der gleiche Mund", doch niemals erfährt er mehr über Adam Cohen, den Onkel,der 1938 achtzehn Jahre alt war, so alt wie er heute ist.Bis er eines Tages auf dem Dachboden ein Buch findet "Adams Erbe" und er erfährt, welches Geheimnis seine Verwandschaft ihm verheimlicht hat und er bringt das zu Ende, was seinem Onkel nicht mehr vergönnt war.

Ein kraftvoller Erstling, der Humor und Tragik miteinander verbindet,der den Leser bewegt und noch lange in Erinnerung bleibt. Schönen Dank Astrid Rosenfeld für dieses eindringliche Leseerlebnis.

Autor: Astrid Rosenfeld
Buch: Adams Erbe
Neuer Beitrag