Rezension verfasst vor 4 Jahren
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Nachdem der frühere Werbetexter und heutige Schriftsteller bereits in seinen autobiographischen und erfolgreichen Romanen "Krass" und "Trocken" sein Innerstes nach Außen kehrte und von seiner albtraumhaften Kindheit in einer amerikanischen Pflegefamilie mit anschließender, eine Dekade dauernden Säuferkarriere in New York City erzählte, ist der vorliegende Band ein in vielen Einzelgeschichten mit oftmals drastischer, aber immer passender Ausdrucksweise niedergelegtes Resumee und eine Aufarbeitung seines bisherigen Lebens. Geprägt durch die nahezu völlige Verwahrlosung bei psychopathischen Kontaktpersonen seit Kindesbeinen und erlebtem Missbrauch ist Burroughs erst in fortgeschrittenem Alter und durch die Fügung, nach vielen negativen Beziehungen zuletzt einen stabilen und charakterstarken Lebenspartner gefunden zu haben, in der Lage, seine permanenten latenten Agressionen und Depressionen in den Griff zu bekommen und wieder Lebensmut zu schöpfen.
Trotz der geradezu ätzenden Grundhaltung gegenüber nahezu allen seinen Mitmenschen wird hinter der Fassade die ganze Sensibilität und Zerrissenheit eines ungeliebten Menschen auf der Suche nach Wärme und Halt deutlich. Damit schafft es der Autor, den Leser stark für sich und seine Belange einzunehmen.
Klasse und außergewöhnlich geschrieben und wie schon die beiden ersten Bücher -die man allerdings zum richtigen Verständnis der Person unbedingt vorher gelesen haben sollte!- sehr zu empfehlen,
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