Rezension verfasst vor 2 Jahren
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Die Inhaltsangabe des Verlags trifft es sehr gut, daher nur meine Meinung:
Vorweg sei gesagt, dass dies nicht mein erstes Buch von Frau Erskine ist. Ich habe schon "Der Fluch von Belheddon Hall", sowie "Königreich der Schatten" gelesen, letzteres jedoch nur zum Teil. Von allen dreien fand ich "Der Fluch von Belheddon Hall" klar am besten. "Mitternacht ist eine einsame Stunde" hat zwar alles was eine gute Schauergeschichte ausmacht, Stimmung, Hintergrund, Historie und Gruselmomente, aber irgendwie kommt der letzte Funken Spannung nicht so richtig durch. Für mich lag es an den etwas dünn gezeichneten Charakteren, und der Tatsache, das häufig einfach neue hinzukommen, um der Sache noch etwas Schwung zu verleihen. Zudem wechselt häufig, auch innerhalb eines Kapitels, ohne Absatz die Perspektive. Ein Stilmittel, das meiner Meinung nach nicht gut geeignet ist für das reinlesen bzw. "sich in dem Moment verlieren" um den Grusel vollends auskosten zu können. Die Gruselmomente selbst sind im Gegensatz zu Belheddon Hall eher Mau und zudem recht selten; nur wenig Abwechslung was die Ausgestaltung angeht. Die Schilderung der Landschaft und Einsamkeit sowie der düsteren Stimmung die an der Ostküste Englands auf dem Land herrscht gelingt der Autorin jedoch sehr gut, kein Wunder, sie wohnt schließlich selbst dort. Die Geschichte ist soweit gut gelungen. Einzig die entfernte Vergangenheit von vor 2000 Jahren trägt ein wenig dazu bei, dass der Bezug zu dieser Zeit fehlt und somit der Grusel für mich nicht ganz rüberkam. Das Ende war mir persönlich viel zu abgehackt. Es bleibt zwar nicht viel offen, aber es kommt doch sehr plötzlich und wirkt irgendwie aufgesetzt. Alles in allem aber sicher ein solides Buch das sicherlich seine Stärken hat, für mich jedoch zu viele kleine Mängel um eine Top-Schauergeschichte der jüngeren Zeit zu sein. 4 Sterne von mir.
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