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Alle anzeigensabatayn76
Vor 1 Jahr
(9)'(...) irgendetwas an diesem Dorf, an den Bergen, an der Stille war unheimlich'
Inhalt:
Wir schreiben das Jahr 1703. Johann List befindet sich auf der Flucht und irrt schwer verletzt durch die Tiroler Bergwelt. Schließlich wird er vom Wintereinbruch überrascht und schleppt sich mit letzter Kraft in ein Dorf. Dort wird er teils hilfsbereit, teils ablehnend und misstrauisch empfangen, wird gesund gepflegt und dient dann dem mürrischen und tyrannischen Jakob Karrer. Es ist ein geheimnisvoller Ort, an den es ihn verschlagen hat - mit sonderbaren Symbolen, die in Häuser und Kruzifixe geritzt sind, und mit verängstigten und abergläubischen Bewohnern, die irgendetwas Dunkles und Tödliches verschweigen.
Mein Eindruck:
Das Autorenduo fesselt bereits ab der ersten Seite und hält das Spannungsniveau über das gesamte Buch hinweg. Dabei ist die Darstellung des Dorfes und der unheimlichen Stimmung hervorragend gelungen. Man weiß genau, wo Johann herum irrt, welche Pfade er betritt, welche Angst die Dorfbewohner quält; man bekommt beim Lesen Gänsehaut und möchte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Auch sprachlich haben mich die beiden Autoren überzeugt - zwar ist das Buch leicht und schnell lesbar, aber simpel und anspruchslos geschrieben ist es nicht.
Mein einziger Kritikpunkt ist, dass die Protagonisten bisweilen zu wenig komplex sind. Hier gibt es 'die Guten' und 'die Bösen' und kaum Nuancen zwischen diesen Extremen.
Mein Resümee:
Unheimlich, düster, fesselnd, unterhaltsam. Sehr empfehlenswert!
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