Leser-Rezension zu „Der Vorleser” von Bernhard Schlink

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zuckerbrini zuckerbrini
Verfasst von zuckerbrini
am 19.01.2012
 

Die ca. 35-jährige Hanna beginnt eine Liebesbeziehung mit dem 15-jährigen Michael. Ein Altersunterschied der mich doch sehr iritiert hat. Nicht die 20 Jahre Unterschied, sondern das Alter von Michael. Abgesehen von dieser Beziehung liebt es Hanna sich von Michael vorlesen zu lassen (alles was er gerade so in der Schule lesen muss und noch vieles mehr). Hier hört man dann von "Emilia Galotti", "Odysseus" und vielen anderen Klassikern. Alles wäre perfekt bis Hanna eines Tages plötzlich verschwindet und erst wieder im Zuge einer Gerichtsverhandlung auftaucht.
Am Ende des Buches blieb bei mir ein sehr beklemmendes Gefühl zurück. Wahrscheinlich kam das Gefühl von der 2. Weltkriegsdramatik und davon, dass mich das Buch einfach beschäftigt hat. Ich musst mir überlegen wie ich gehandelt hätte. Was ich an Hannas Stelle im 2. Weltkrieg gemacht hätte (und dann später bei der Verhandlung)? Welche anderen Möglichkeiten hätte sie vielleicht gehabt? Und wie würde ich als Michael reagieren, wenn ich erfahre, dass ein mir nahe stehender Mensch solche schrecklichen Dinge getan hat?
Aufjeden Fall ein Thema, dass nicht in Vergessenheit geraten darf. Bernhard Schlink hatte es hier auf wunderbare neue Art und Weise wie schon viel vor ihm aufgegriffen. Das Buch regt auf jeden Fall zum Nachdenken an!

 

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Der Vorleser Der Vorleser
Bernhard Schlink

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Der Vorleser
von Bernhard Schlink

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