Bernhard Schlink – Der Vorleser
Produktinformationen:
Autor: Bernhard Schlink
Titel: Der Vorleser
Untertitel: -/-
Originaltitel: Der Vorleser
Verlag: Diogenes
Sprache: Deutsch
Kosten: diese Ausgabe stamt noch aus DM-Zeiten. DM 14.00
Seitenanzahl: ca 207
Art: Taschenbuch
ISBN: 978-3-257-22953-4
Genre: Biographie, Klassiker, KZ
Meine Altersempfehlung: 16+
Erster Satz:
Als ich fünfzehn war, hatte ich Gelbsucht.
Rückentext:
Sie ist reizbar, rätselhaft und viel älter als er… und eines Tages wird sie seine erste Leidenschaft. Eines Tages ist sie spurlos verschwunden. Erst Jahre später sieht er sie wieder - als Angeklagte im Gerichtssaal. Die fast kriminalistische Erforschung einer sonderbaren Liebe und bedrängenden Vergangenheit.
Über den Autor:
Bernhard Schlinks Roman „Der Vorleser“ wurde in 22 Sprachen übersetzt und avancierte zum internationalen Bestseller.
Inhalt:
Er ist jung und hatte Gelbsucht. Sie fand ihn bei seinem ersten Spaziergang und brachte ihn nach Hause. Jahre später bedankt er sich bei ihr – und landet in der Badewanne und danach mit ihr im Bett. Damals war er 15.
Frau Schmitz wird seine erste Leidenschaft. Nach vielen Treffen haben die beiden einen Rhythmus: baden, lesen, Sex. Er liest ihr vor und sie lauscht.
Doch eines Tages ist sie weg, Jahre hat diese Beziehung gehalten. Er hat sie geliebt, und doch war ihre Beziehung geheim.
Er sieht sie erst wieder, als er Jura studiert und im Gericht einen Prozess anhören muss. Hanna Schmitz wird vorgeworfen, jüdische Frauen umgebracht zu haben.
Seine Liebe bricht wieder auf und er geht der Liebe und der Geschichte dieser Frau auf die Spuren. Und kommt auf sonderbare Ergebnisse.
Meine Meinung:
Kaufgrund:
Die Bibliothek ist grottig sortiert und das war ein annehmbares, deutsches Buch. Und nen Klassiker. Den Film habe ich auch noch nicht gesehn…
Sprache, Ausdruck:
Es ist noch die alte Rechtschreibreform, aber damit komm ich klar.
Es ist eine Erinnerung, die aufgeschrieben wird, deswegen wird Vergangenheit und Gegenwart gemischt, aber es ist verständlich. Ein bisschen ist mir die Sprache aufgefallen, da es nicht mehr „unsere“ Sprach ist. Besonders zu Schluss werden Wahrnehmungen besonders beschrieben.
Das Buch ist in drei Bücher eingeteilt, die Unterteilung ist sinnvoll vorgenommen.
Schade ist, dass der Erzähler nichts über sich sagt/schreibt.
Figuren:
Wichtigste Figuren: Hanna Schmitz, Michael Berg.
Die Beschreibung von Hanna ist unglaublich. Man kann sie förmlich riechen, sehen und fühlen. Sonst werden auch die anderen Figuren recht ordentlich beschrieben, nur bei Gertrud (am Ende) bin ich nicht durchgestiegen, da das sehr konfus geschrieben ist.
Aufmachung (Cover + Titel):
„Der Vorleser“ hat Kult-Status und der Titel ist super. Die Beziehung zwischen Michael und Hanna basiert auf Lesen und Sex, er wird ihr Vorleser.
Das Cover ist – auf gutdeutsch gesagt – besch….eiden. Ich mag es nicht, der Ausschnitt eines Gemäldes (na gut, Die S-Bahn hat eine KLITZEKLEINE Bedeutung, aber das war’s dann auch schon) und der Rest weiß…
Fazit:
Es ist ein Klassiker. Man sollte es gelesen haben, aber ich persönlich finde, dass man es auch lassen kann. Es ist nichts besonders und in der Mitte hatte ich eine große Leseflaute, sodass ich erstmal pausiert habe, und ich auch mit nicht viel Begeisterung den Schluss gelesen habe. Leider ist der Schluss inhaltlich super geschrieben und er reißt mit. Aber das ist auch nur bei dem Schluss so.
Einmal lesen, okay. Aber auch nicht öfters.