Leser-Rezension zu „Splitterherz” von Bettina Belitz
am 30.08.2010
Inhalt:
Weil ihr Vater eine neue Stelle antritt, verschlägt es die 17jährige Ellie Sturm aus Köln in ein kleines abgelegenes Dorf im Westerwald. Ihre Eltern sind von der neuen Umgebung begeistert und blühen regelrecht auf, während Ellie von Anfang an Probleme hat sich in Kaulendorf einzuleben. Die neuen Mitschüler sehen in ihr nur die arrogante Großstadtpflanze, die alten Freundinnen aus Köln melden sich kaum noch, und wenn, dann haben sie sich nichts Wichtiges mehr zu sagen. Ellies Ausflüge in die Natur enden in Katastrophen und so fängt sie an sich in Tagträume zu flüchten. Überhaupt legt sie neuerdings eine unerklärliche Müdigkeit an den Tag und fällt immer öfter stundenlang in Schlaf. Ellies Großstadtfassade - die sie sich vor Jahren nur deshalb angeeignet hat, um in Köln keine Außenseiterin zu sein - fängt immer mehr an zu bröckeln. Grund dafür ist der mysteriöse Colin, der in ihr Innerstes zu blicken scheint und dort die wahre Ellie sieht.
Lesen sich die ersten 200 Seiten noch wie eine recht alltägliche Teenagergeschichte, nimmt die Handlung auf einmal eine unerwartete Wendung, als Ellie Colin ihrem Vater vorstellt. Die beiden können sich von Anfang an nicht riechen. Es kommt zum Eklat als Ellies Vater voller Zorn Colin aus dem Haus wirft und ihm und seiner Tochter den weiteren Umgang miteinander untersagt.

