Leser-Rezensionen zu „Splitterherz” von Bettina Belitz
Rezension verfasst vor 5 Tagen (9)
Gerade erst in Köln eingelebt, muss Elisabeth Sturm nun wieder umziehen. Ein kleines Dorf mitten im Westerwald, nur umgeben von weitläufigen Feldern und Wäldern, soll ihr neues Zuhause werden. Doch während ihre Eltern mehr als begeistert sind von der ländlichen Atmosphäre, kann sich Ellie nicht mit dem Gedanken anfreunden, hier die letzten eineinhalb Jahre ihres Abiturs zu verbringen. Die 17-Jährige, die sich selbst als etwas anders ansieht und eigentlich ständig mit ihren Haaren kämpft, beschließt deshalb, einfach nur durchzuhalten, bis sie endlich das Elternhaus verlassen kann. Schon die Erfahrungen am ersten Abend nach dem Umzug bestätigen sie bei ihrem Vorhaben. Von ihren Eltern dazu verdonnert, Begrüßungskarten bei den Nachbarn zu verteilen, hat sie eine Begegnung der sonderbaren Art, die sie jedoch ihrem übermüdeten Gehirn zuschreibt. Auch der nächste Tag scheint keine Besserung bereitzuhalten, als sie bei einem Spaziergang durch den Wald von einem Gewitter überrascht wird und sich einen Unterschlupf suchen muss, welcher sich jedoch als ebenso gefährlich erweist, wie das Gewitter selbst. Doch noch bevor sie gedanklich mit ihrem Leben abschließen kann, wird sie von einem mysteriösen jungen Mann auf einem Pferd gerettet. Damit beginnen für Ellie die merkwürdigen Träume, die sich mehr als nur real anfühlen… Immer wieder begegnet ihr ihr geheimnisumwitterter Retter, welcher sich als Colin Blackburn vorstellt. Während er zunächst recht arrogant zu sein scheint, kommt Ellie trotzdem nicht umhin, sich einzugestehen, dass sie seine Gesellschaft mag… Als Colin sie eines Abends nachhause fährt, kommt es zum Eklat zwischen ihm und Ellies Vater. Plötzlich eröffnet sich Ellie ganz neue Welt, die sie vorher nie für möglich gehalten hätte und mit der sie mehr verbindet, als sie hätte ahnen können….
Durch reinen Zufall fiel mir Bettina Belitz‘ Buch, Splitterherz, in die Hand. Ich entdecke es bei einem Kaffeeklatsch mit einer Freundin in deren Bücherregal und war von der Kurzbeschreibung auf dem Klappentext so angetan, dass ich es mir sofort ausleihen musste und gleich zuhause angekommen, begann es zu lesen. Von der ersten Seite an war ich wie gefesselt. Obwohl anfangs nicht sonderlich viel passiert, schafft es die Autorin mit ihrer Schreibweise die Spannung aufzubauen und beizubehalten. Es bereitete mir auch keine Schwierigkeiten, mich in die Protagonistin, Ellie, hineinzuversetzen, die trotz ihrer Andersartigkeit, einfach nur eine junge Frau ist, die versucht ihren Platz im Leben zu finden. Mal abgesehen davon, kann ich ihre Haarprobleme mehr als nachvollziehen…
Natürlich war ich von der Beschreibung Colins begeistert und habe mir gedanklich diesen außergewöhnlichen Mann zusammengebastelt….hach…. Ja, ich war hin und weg….
Ich brauchte nur zwei Tage, dann hatte ich die 630 Seiten durch. Lesepausen erlaubte ich mir nur, um zu essen, zu schlafen und anderen menschlichen Bedürfnissen nachzukommen. Einmal angefangen zu lesen, musste ich einfach wissen, wie es weiter geht.
Splitterherz war das erste Buch seit den Tributen von Panem, dass mich wieder so mitgerissen hat.
Wer jetzt allerdings glaubt, hier eine Liebesgeschichte à la Twilight zu finden, irrt gewaltig!
Bettina Belitz, deren Bücher bei script5 erschienen sind, schrieb auf ihrem Blog, dass sie sich ganz klar von der Jugendbuchszene abheben möchte und die Splitterherz-Trilogie eher für junge Erwachsene gedacht ist.
So ist es nicht verwunderlich, dass die Charaktere sehr tiefgründig sind und durchaus ernstere Themen angeschnitten werden.
Alles in allem kann ich nur noch eines sagen: Vampire sind out! Nachmahre rocken ;)
Däumchen hoch!!!
Rezension verfasst vor 5 Tagen (2)
Inhalt
Es gibt genau einen Grund, warum Elisabeth Sturm* nicht mit fliegenden Fahnen vom platten Land zurück nach Köln geht, und dieser Grund heißt Colin. Der arrogante, unnahbare, aber leider auch äußerst faszinierende Colin gibt Ellie ein Rätsel nach dem anderen auf, und obwohl sie sich mit aller Macht dagegen wehrt, kann sie sich seiner Ausstrahlung nicht entziehen.
Bald muss Ellie einsehen, dass Colin viel mehr mit ihrer Familie verbindet, als sie sich je vorstellen könnte. Ihr Vater Leo verbirgt ein Geheimnis, das ihn und Colin zu erbitterten Gegnern macht – und das Ellie in tödliche Gefahr bringt. Dass sie mit ihren seltsamen nächtlichen Träumen den Schlüssel zu dem Rätsel in der Hand hält, begreift Ellie erst, als ihre Gefühle für Colin alles zu zerstören drohen, was sie liebt.
Meine Meinung
Ich ging mit keinen großen Erwartungen an dieses Buch. Was vermutlich daran lag, dass ich wirklich keine Ahnung hatte was genau mich eigentlich erwartete.
Der Prolog war schon mal spannend und ich wollte weiterlesen. Auch Ellie wurde mir sehr schnell sympatisch und eigentlich kann ich sie auch recht gut in ihrem Gefühlswirrwarr verstehen..
Colin fand ich auch sehr schnell sympatisch, obwohl ich ihn am Anfang überhaupt nicht einschätzen konnte. Ich wusste nicht was seine Absichten waren und hing immer wieder in der Luft.
Genau wie bei Ellies Vater. Ich wusste einfach nicht, was ich von ihm halten sollte.
Nur Tillmann mag ich nicht..
Fragt mich nicht warum, es ist einfach so :D
Der Schreibstil ist flüssig und locker. Außerdem sehr leicht zu lesen, obwohl ich zwischendurch immer mal wieder das Gefühl hatte, dass es sich ein bisschen zog.
Das Ende wurde dann aber noch einmal aufbrausend spannend und machte Verzögerungen wett.
Und dazwischen immer mal wieder ein gesunder Humor :)
Fazit
Ich glaube nicht, dass hinter dieser Geschichte ein tieferer Sinn steckt, über den man genauer und konzentriert nachdenken müsste.
Zumindest fand ich keinen, weshalb ich die Seiten gut runterlesen konnte.
Ich glaube, ich werde wohl den zweiten Band holen müssen, obwohl dieses Buch auch abgeschlossen sein könnte. Allerdings möchte ich gerne wissen was aus Colin geworden ist.. Und wie Ellie nun ohne ihre Angst so klar kommt.
Kann mir jemand von euch sagen: Lohnt es sich, den zweiten Band zu lesen?
Zitat
"Irgendwie passte die Schule nicht mehr in mein Leben. Sie stahl mir Zeit und lenkte mich von dem ab, was wirklich wichtig geworden war."
- Seite 582
Rezension verfasst vor 1 Woche (5)
"Splitterherz" ist der Auftakt zu Bettina Belitz Trilogie um die Schülerin Elisabeth Sturm und den Nachtmahr Colin. Die Folgeteile "Scherbenmond" und "Dornenkuss" sind ebenfalls bereits im "Skript5"-Verlag erschienen. Leider konnte mich dieser erste Teil aber nur zum Teil überzeugen.
Zum Inhalt: Elisabeth, genannt Ellie, Sturm ist 17 und zieht mit ihren Eltern aus Köln in den kleinen Ort Kaulenfeld, da ihr Vater, der als Psychiater arbeitet, dort in einer Klinik einen guten Job angeboten bekommen hat. Während Ellie in der neuen Schule nur schwer Anschluss findet, fällt ihr der mysteriöse Colin auf, ein 20jähriger Förster, der von der Dorfjugend wenig akzeptiert wird. Mehrmals fährt er sie nach Hause, bis Ellie ihm ihren Vater vorstellt und herauskommt, dass Colin und Ellies Vater ein dunkles Geheimnis teilen. Colin ist ein Nachtmahr, der sich von Träumen ernährt, sich jedoch als zurückgezogen lebendes Exemplar seiner Art auf Tiere beschränkt. Ellies Vater wurde kurz vor ihrer Geburt von einem Nachtmahr angegriffen, konnte ihm jedoch entkommen, bevor dieser ihn verwandeln konnte, sodass Ellies Vater nun als Halbblut lebt. Da er um die Gefahr weiß, die er auch für seine eigene Frau darstellt, versucht er Ellie mit allen Mitteln von Colin fernzuhalten, während die sich aber verliebt...
Eigentlich ist die Geschichte ja durchaus interessant. Leider dauert es aber ewig, bis Schwung in die Handlung kommt. Der Anfang, in dem Ellie versucht sich an der neuen Schule zurecht zu finden und mal wieder sie selbst zu sein, während sie sich in Köln nur verstellte, um zu den angesagten Schülern zu gehören, zieht sich einfach zu sehr in die Länge. Außerdem schläft und heult Ellie ständig und ist auch ansonsten eine sehr langweilige, blasse, berechenbare und unsympathische Ich-Erzählerin. Auch die Liebesgeschichte hatte für mich leider wenig Gefühl zu bieten. Sie schien mir irgendwie leicht emotionslos und oberflächlich.
Nach einer gefühlten Ewigkeit, wenn Ellie durch die Begegnung zwischen ihrem Vater und Colin hinter das Geheimnis der beiden gekommen ist, wird die Handlung zwar endlich interessanter, entwickelte für mich aber auch das ein oder andere Déjà-vu-Erlebnis, denn irgendwie kannte ich den Verlauf der Handlung schon...
Man könnte sie nämlich auch folgendermaßen auf das Wesentliche reduzieren: Ein nicht sehr selbstsicheres Mädchen, das nicht so wirklich Zugang zu ihren Altersgenossen findet, zieht aus der großen Stadt aufs Land und lernt einen merkwürdigen Typen kennen, der unsterblich ist, wechselnde Augenfarben und eine sich im Sonnenlicht verändernde Haut hat, die dazu noch kalt und blass ist, durch seinen "Durst" für sie eine ständige Gefahr darstellt, sich aber dazu entschlossen hat, diesen "Durst" an Tieren zu stillen und ständig hin- und hergerissen ist, zwischen liebevollen Gefühlen für sie und verletzender Ablehung, um sie von sich fernzuhalten.
Wenn man das so liest, würde glaube ich keiner heute nicht zuerst an eine andere Story denken. Dieses Plagiatgefühl befiel mich beim Lesen leider regelmäßig und, wenn die Autorin "Twilight" auch noch erwähnt und es mehrmals für nötig hält, ihre Protagonisten darauf hinweisen zu lassen, dass das hier KEINE Vampirgeschichte sei, musste ich mich immer wieder fragen "Ach, wirklich nicht?" - es klingt nämlich alles sehr danach.
Zudem ist der Schreibstil der Autorin für mich zwar wirklich ansprechend und mit viel Sprachwitz schön locker zu lesen, sie schafft es aber durch die ständigen Wechsel zwischen Traum und Wachzustand nicht, die Geschichte übersichtlich zu gestalten und auch nicht, die Spannung in der Haupthandlung aufrecht zu erhalten. Stattdessen brach diese für mein Empfinden immer wieder ein, durch Tarotkarten, Geschichten um Ellies Vater Leo oder ein paar Ausritte und der eigentlich Handlungshöhepunkt dieses ersten Teil kündigte sich erst sehr spät an und war auch nicht sonderlich teifgehend oder gut vorbereitet.
Zumindest die Nebenfigur Tillmann, ein neugieriger 16-jähriger ist aber gelungen und auch die Geschichte liest sich, trotz Dauer-Déjà-vu und nicht ganz klaren Handlungssträngen, ganz gut, sodass ich der Roman bei mir insgesamt einen mittelmäßigen Eindruck hinterließ.
Als Fazit würde ich also sagen, dass ich auf eine deutlichere, spannendere Handlung in den Folgeteilen und eine sympatischer werdende Protagonistin hoffe, denn der Einstieg hatte leider noch einige Schwächen, zu denen vor Allem die ständig heulende oder schlafende Ich-Erzählerin und die unklaren Handlungsverläufe zählten. Zudem bleiben viele Fragen offen, die dringend beantwortet werden sollten. Die Sprache ist dafür aber sehr erfrischend und witzig, sodass sich das Lesen durchaus lohnt.
Rezension verfasst vor 1 Woche (0)
Elisabeth Sturm, 17 Jahre alt, ist dazu gezwungen aus dem pulsierenden und schillernden Köln in das kleine und vor allem langweilige Kaulenfeld zu ziehen. Selbst Abenteuer scheinen einen Bogen um das Dorf im Westerwald zu machen. Oder doch nicht?
Ellies Eltern blühen an dem abgelegenen Ort regelrecht auf, doch Ellie eckt überall an. Die neuen Klassenkameraden betrachten sie als arrogante Großstadtzicke und die Großstadt hat sie schnell abgeschrieben: wenn sich ihre beiden ach so besten Freundinnen melden, habe sie und Ellie sich nichts Wichtiges mitzuteilen. Was sollte Ellie ihnen auch erzählen? Von der wunderbaren Natur? Die jedes Mal ihre Klauen nach ihr auszustrecken scheint und ihre Ausflüge in einer Katastrophe enden lässt? Oder von ihrer ständigen Müdigkeit, die immer öfters anklopft? Oder ihrer Flucht in ihre Tagträume?
Dann ist da auch noch Collin. Distanziert, kühl und unnahbar. Dennoch fühlt Ellie sich von ihm fasziniert, so sehr, dass ihre Abwehr gegen seine Ausstrahlung Risse bekommt. Selbst ihre Großstadtfassade, in die sie sich seit Jahren eingemauert hat, beginnt zu bröckeln. Collin sieht sie - nicht wie sie sich gibt, sondern wie sie ist.
Doch dann stellt Ellie Collin ihrem Vater vor und das aufkeimende Glück zerschmettert an dem Zorn ihres Vaters, als er Collin das erste Mal sieht. Ohne Umschweife wirft Leo Sturm den Freund seiner Tochter aus dem Haus und verbietet ihr jeden weiteren Umgang mit ihm. Fragen beantwortet er gar nicht erst. Seinen Plan schmiedete der Psychiater allerdings ohne seine Tochter.
Ellie macht sich auf die Suche nach Antworten und entdeckt das Geheimnis ihres Vaters. Ein Geheimnis, das sie und Colin viel mehr verbindet, als sie zu glauben wagte. Ein Geheimnis, das Collin und ihren Vater Leo zu Gegnern macht und am Ende ihr Leben gefährdet. Und plötzlich werden Ellies Träume zu einem Schlüssel, der die Türen des Rätsels zu öffnen scheint ...
Belitz malt farbenreich die Welt von Ellie und Collin aus, kleine Details stechen einem ins Auge, man fühlt den Sommerwind auf der Haut, spürt den Regen im Nacken und riecht den Wald, das Gras kitzelt unter den Füßen und die Spinnenbeine kribbeln ekelig. Durch ihren blumigen und ausschweifenden Stil gelingt es Belitz alle Sinne anzusprechen und mitzufühlen, was Ellie gerade fühlt. Doch manchmal könnte die Autorin auch auf das Gaspedal treten und sich nicht nur im Slow-Modus befinden.
Das Ideenrezept beinhaltet alles, was ich mir von diesem Jugendschmöker gewünscht habe: eine deutsche Autorin, eine Portion Neues, eine Prise Altbekanntes und der Verzicht auf die überwürzten Vampire. Stellenweise wirkte das Altbekannte ein wenig klischeehaft und Collin wurde zu dem typischen unnahbaren Fremden, aber die Idee der Nachtmahre rückt solche Empfindungen schnell in den Schatten.
Nicht nur bei den Beschreibungen der Natur beweist Belitz ihr Händchen für Details, sondern auch bei ihren Charakteren. Sie weisen Ecken und Kanten auf, der eine weniger, dafür der andere bisweilen auch zu viel.
Ellie erinnert an einen überempfindlichen Teenager, der oftmals nur sich und seine eigene gebastelte Welt sieht. Typisch in dem Alter und doch bleibe ich als Leser genau wegen Ellies Einstellung und ihrer Art ein wenig auf Abstand. Für ihre Freundinnen in Köln baute sie sich eine Fassade auf, die in Klauenfeld langsam einstürzt und die echte Ellie kommt zum Vorschein. Das macht sie tatsächlich sympathischer und ich als Leser beginne, sie zu mögen. Doch dann reagiert sie Seiten später über, wenn es um Collin geht: Beinahe schon besessen lässt sie nichts unversucht, an ihn heranzukommen und legt dabei eine Beharrlichkeit an den Tag, die erschreckend ist. Dazu weist Ellie eine Altklugheit auf, die ermüdend wirkt und sich leider auch an der Wortwahl der Autorin spiegelt. Zwar macht es Ellie und den Schreibstil authentisch und echt, allerdings stolpere ich beim Lesen, wenn ich nicht sofort weiß, was gemeint ist, weil Ellie mal wieder zu Worten greift, die nicht jeder Normalsterbliche in seinem täglichen Wortschatz nutzt.
Collins Unnahbarkeit und Distanz ist das, was nicht nur Ellie reizt, sondern auch den Leser. Trotz seiner Unterkühltheit ist er immer für sie da und das trägt gehörig zu seiner Sympathie bei. Genau diese Mischung hält die Autorin sehr lange aufrecht und schürt damit die Neugier. Als Leser will ich natürlich wissen, was Collin verbirgt und was sich hinter seine Coolness tut. Auch wenn Ellie die Protagonistin ist, ist es doch Collin, der dem Buch die richtige Würze einhaucht.
Leo Fürchtegott, der sich jetzt Sturm nennt, weist eine Stärke auf, die sich nicht nur in seinen Namen zeigt. Zwischen den Zeilen pulsiert eine Kraft, die das erste Mal ausbricht, als er Colin voller Zorn aus dem Haus wirft. Für Ellie, Collin und die Geschichte spielt er eine enorme Rolle, die dennoch so versteckt ist, dass er lange Zeit nebenher läuft. Vielleicht rückt er für mich von Beginn an in den Vordergrund, weil ich um seine Wichtigkeit weiß oder ich interpretiere viel mehr zwischen die Worte, als dort tatsächlich steht. Egal aus welchem Grund: Leo Fürchtegott stellt für mich seine Tochter und den Cambion Collin in den Schatten. Trotz seiner Geheimnisse und Verheimlichungen und trotz seiner „psychologisierenden“ Art ist er einer der stärksten Charaktere in dem Buch.
Ellies Mutter lernen wir nur stellenweise kennen, lange wirkt sie wie die typische umsorgende und liebende Mutter. Doch auch sie ist verstrickt in das Familiengeheimnis und wahrt den Schein von Normalität, obwohl sie weiß, wer ihr Mann ist. Mehr von ihr erfahren wir erst im zweiten und dritten Band.
Von Ellies besten Freundinnen und auch von ihren neuen Klassenkameraden sehen wir nur wenig. Es muss auch gar nicht mehr sein, das sie in ihrer Nebensächlichkeit umher wandeln und nicht wirklich wichtig für die Geschichte werden. Dennoch frage ich mich stellenweise, warum ich einzelne Charaktere detailliert beschrieben, bekomme, wenn sie die Wichtigkeit einer Zimmerpflanze haben. Doch zu Anfang weiß der Leser nicht, welche Charaktere eine spätere Rolle übernehmen und welche nur wie eine Sternschnuppe die Geschichte streifen. Ich als Leser versuche mir alles zu merken, verstricke mich in den Figuren und stelle am Ende fest, dass die meisten Klassenkameraden eine unwichtige Rolle übernehmen. Am Ende bleibt Tillmann übrig, von dem ich dann wiederum gerne mehr kennengelernt hätte. (Mini-Spoiler: Doch das holt Bettina Belitz im zweiten und dritten Teil nach).
Das Cover ist wunderschön gestaltet und lädt dazu ein überhaupt erst einmal zu dem Buch zu greifen. Viel mehr gibt es dazu auch nicht zu sagen: durch und durch gelungen.
Eine schöne Mischung aus Liebesgeschichte, fantastischen Elementen und Spannung. Ebenso bunt gewürfelt zeigt sich die Geschichte: Stellenweise hebt sich die Spannung so sehr ab, dass man gar nicht erwarten kann umzublättern, an anderen Stellen wiederum versetzt es zu einem verschluckten Gähner. Schmunzler und Lacher an den richtigen Stellen, hier und da ein Stirnrunzeln und an anderen Stellen wiederum ein bekräftigendes Nicken, weil man genau mitfühlt, was Ellie gerade durchlebt. Die Geschichte um die Nachtmahre, Lassie (wie Collin mag ich diesen Spitznamen von Ellie am liebsten), Collin und Leo ist in ihrem Gesamtpaket ein überzeugender Auftakt zu einer Trilogie, macht Lust auf mehr und lässt sich wunderbar weglesen.
Vier von fünf Sternen
(c) Kristin
Rezension verfasst vor 1 Woche (4)
An sich ist die Story ganz gut und sie hat mich auch wirklich in ihren Bann gezogen, allerdings wird das Buch erst ab Seite 200 so wirklich spannend. Davor zieht sich das Buch einfach nur und man braucht eine Menge durchhalte Vermögen. Zudem wird die schlechte Laune der Protagonisten auf den Leser übertragen. Die Charaktere waren mir auch alle unsympatisch, bis auf Ellies Mutter und Ellies Schulkamerad Benni.
Eigentlich sollte man sich ja freuen und nicht davor fürchten, wenn Bücher so viele Seiten haben, denn das ist dann ein Zeichen dafür, dass das Buch gut ist. Da die Bücher aber immer dicker werden habe ich schon richtigen Bammel vor Scherbenmond. Kein gutes Zeichen, doch ich habe nie einen Gedanken daran verschwendet das Buch abzubrechen, so dass es wohl doch ganz ok sein muss ;)
Fazit: Eine gute Story, die aber kürzer hätte abgehandelt werden können. Den zweiten Teil werde ich vorerst nicht lesen, aber irgendwann sicherlich :)
Rezension verfasst vor 2 Wochen (0)
Wow, einfach nur megaklasse. Das Cover dieses Buches hat mich von Anfang an fasziniert. Ich musste es immer wieder angucken als es hier ankam, alleine schon die schöne glänzende Schrift auf dem angerauten Papierumschlag. Es ist zum Teil mit einem Spotlack überzogen und die einzelnen Elemente die man darauf sieht, beziehen sich auch auf die Geschichte. Das finde ich sowieso immer sehr schön, wenn der Titel oder das Cover eines Buches zu der Geschichte passen.Zudem hat es noch ein schwarzes Lesebändchen und die Kapitel-Überschriften werden von gezeichneten Blumen umrankt. Was ich besonders erfreut, dass es der Auftakt einer Trilogie ist.
Besonders gut haben mir die schön ausgearbeiteten Charaktere Elli und Colin gefallen. Bei Elli konnte man sich gut in sie hineinversetzen, wenn man als Erwachsener an seine Jugendzeit zurückdenkt. Ob Streit mit den Eltern oder Liebeskummer, das hat die Autorin Bettina Belitz wunderbar beschrieben, sehr authentisch.
Sie ist ein typischer Teenager, der sich mit Problemen und zudem mit Sehnsucht und tiefen Gefühlen auseinandersetzen muss. Colin wiederrum ist ein unnahbarer, und mysteriös geheimnisvoll umschriebener Charakter. Genau wie Elli, muss man ihn einfach ins Herz schließen.
Zudem hat mir der jugendliche und flüssig zu lesende Schreibstil gefallen. Man ist sofort in der Geschichte drin, ohne großes Theater. Bettina Belitz zieht den Leser so in ihren Bann, dass die Seiten nur so dahinfliegen. Mit ihrer bildhaften Beschreibung der Orte und Charaktere, hat man alles so schön vor Augen, als würde man sich einen Film anschauen. Genau das alles machte dieses Buch für mich so spannend, dass ich es nach einem Tag ausgelesen habe.
Der Leser erlebt ein Wechselbad der Gefühle, während des lesens. Mal ist die Stimmung der Geschichte ganz normal und ausgeglichen, aber auch düster und unheimlich, sowie romantisch und lustig. Es bleiben keine Fragen offen, denn alles ergibt einen Sinn und ist wunderbar durchdacht. Obwohl es kein offenes Ende hat, und man denken könnte das es so abgeschlossen ist in sich, kommt man einfach nicht umher, die zwei weiteren Bände zu kaufen. So ging es mir natürlich, und ich musste sie einfach haben. Gerade weil dies eine besondere Geschichte ist, und ich Elli und Colin einfach ins Herz geschlossen habe.
Das Buch ist einfach etwas für jedes Alter, ob Jugendliche oder Erwachsene Leser. Die Geschichte des Erwachsenwerdens verknüpft mit einer wunderschönen Liebesgeschichte sowie die Geheimnisse, denen man nach und nach auf die Spur kommt, sind spannend von Anfang bis zum Ende. Elli und Colin muss man einfach ins Herz schließen - und das in jedem Alter....
Fazit
5/5 Sternen
Rezension verfasst vor 2 Wochen (2)
Cover:
Das ist wirklich eines der schönsten Cover die ich gesehen habe.
Ich weiß gar nicht warum, nur dass es sehr viele Kleinigkeiten hat, die man immer wieder neu entdecken kann. Alle Fragen sind super aufeinander abgestimmt und es sieht sehr liebevoll gemalt aus.
Meinung:
Da ich ja sehr viel gutes über dieses Buch gehört habe war ich sehr gespannt und wollte mir natürlich eine eigene Meinung machen.
Zuvor habe ich eigentlich nie Hörbücher angehört und es war anfangs etwas schwierig sich darauf zu konzentrieren und nicht nebenbei noch was anderes zu denken, doch mir viel das nicht schwer, denn die Geschichte hat mich einfach sofort gefesselt.
Die Stimme von Laura Maire hat sehr gut um nicht zu sagen perfekt zu Elli gepasst. Allgemein war ihre Stimme sehr angenehm und sie hatte immer genau den richtigen Tonfall.
Besonders Colin hat mir bei ihr gefallen, denn der hatte so was besonderes und ironisches an sich.
Zu der Story will ich nicht viel sagen, nur dass sie am Anfang vielleicht etwas langatmig war, aber dann ging die Spannung steil nach oben. Die Welt der "Wesen" die Bettina Belitz beschrieben hat war fantastisch. Solche habe ich noch NIE gelesen.
Die Beziehung zwischen Colli und Elli war einfach nur zuckersüß.
Zuerst vielleicht ein wenig distanziert und witzig aber in der zweiten Hälfte bin ich fast geschmolzen.
Es gab so viele Hochs und Tiefs und zum Schluss......
Ich könnte schreien vor Frust und Kitschigkeit.
Das Ende war super spannend.
Alles war perfekt beschrieben und richtig real für mich, als wäre ich mitten drin.
Die letzten paar Sätze waren so rührend und alles, da musste ich heulen. Wirklich...
Es war eine Art Cliffhanger aber kein böser sondern ein richtig richtig süßer....
Ich werde auf dem schnellsten Weg das zweite Buch kaufen!
Rezension verfasst vor 3 Wochen (11)
Es kann schon ein gewaltiger Kulturschock sein, wenn man von Köln nach Keulendorf zieht und sich schon in der ersten Woche die halbe Püppchen-Garderobe durch das rustikalen Landleben ruiniert. Elli ist unglücklich, weil ihre Eltern sie in diese Einöde verschleppt haben. Ständig ist sie müde und gereizt und auch die Dorfjugend bemüht sich nicht eben ihr die Eingewöhnung zu erleichtern. Besonders einer, fällt ihr gegenüber mit seinem rüden Verhalten besonders auf. Colin der Karatelehrer und Förster des Dorfes, scheint eine besondere Abneigung gegen sie zu haben, trotzdem zieht es Elli magisch zu ihm hin. Dadurch kommt sie seinem Geheimnis auf die Spur, nichts ahnend das ihr Vater tiefer darin verstrickt ist, als ihr lieb wäre. Sie betritt eine Welt, die für normale Menschen nur in Märchen existiert und lernt eine Realität kennen, bevölkert von Halbblütern und Nachtmahren. Als sie endlich mit Colin für ein paar Stunden glücklich sein darf, nähert sich schon angelockt von den positiven Gefühlen, seine Mutter Tessa. Eine der uralten Nachtmahre, darauf aus Colin auf ihre dunkle Seite zu ziehen und den letzten menschlichen Funken in ihm zu zerstören. Ein Kampf um seine Freiheit entbrennt, bei dem Elli sich zwischen die Fronten wirft.
Die Geschichte an sich fand ich jetzt nicht schlecht, obwohl in den Zeiten von Twilight nicht eben innovativ. Genervt hat mich vor allem der Schreibstil der Autorin und am meisten ihre Vorliebe für das Wort Nest. Ellies Haare bildeten ein wuscheliges Nest, der Kater schläft in dem Nest das ihre Beine bilden und nicht zu vergessen das nasse, warme Nest der Badewanne das Colin und sie nach einem gemeinsamen Bad verließen.
Zudem war mir Elli am Anfang sehr unsympathisch und ihre Neigung zur anhaltenden Müdigkeit oder an den unmöglichsten Orten in Ohnmacht zu fallen, machte es mir zugegeben an einigen Stellen schwer die Augen offen zu halten. Auch ihre sehr flapsigen Kommentare und ihre Naivität waren für mich nicht immer nachzuvollziehen, sowie ihre Spinnen- und Pferdephobie. Colin ist auch nicht eben ein Charakter den man ohne weiteres ins Herz schließt. Unnahbar mit sich selbst bewegenden Haaren, die für mich eher eine Assoziation mit dem Schlagenhaupt der Medusa hervorriefen, bereitete er mir eher eine Gänsehaut.
Wen ich dagegen wirklich mochte waren der Kater Mister X und Tillmann, die die Geschichte auflockerten und ihr ein bißchen Seele verliehen.
Gegen Ende wurde es dann doch noch spannend und Elli fiel nicht mehr so oft in einen komatösen Schlaf, so dass bei mir etwas wie Lesespaß aufkam. Band zwei habe ich bei mir stehen und ich werde ihn wohl auch noch lesen in der Hoffnung die Figuren machen eine Wandlung durch und gewinnen etwas an Sympathie, denn ich muss gestehen es gelang Bettina Belitz mich neugierig zu machen, wie es weitergeht, im Kampf um Liebe und Schatten. Die Geschichte ist wie oben erwähnt ja nicht schlecht, aber mir persönlich lag die Umsetzung in Splitterherz einfach nicht.
Rezension verfasst vor 1 Monat (4)
Elisabeth zieht mit ihren Eltern von Köln in das beschauliche Kaulenfeld. Dort lernt sie einen geheimnisvollen Jungen kennen, Colin. In ihrer Neugierde erfährt sie immer mehr über ihn und die geheimnisvolle Welt, in der er sich bewegt. Und plötzlich ist auch ihr Vater nicht der, für den sie ihn immer gehalten hat...
Ich habe dieses Buch zu Weihnachten bekommen. Es sollte so ähnlich suchtverdächtig sein wie Twilight, das ich verschlungen hatte. Ich habe auch dieses Buch verschlungen und mir schon den zweiten Teil bestellt, um zu erfahren wie es mit Eli weitergeht. Nur mit Twilight hat es nicht viel zu tun. Ich würde auch nicht sagen, dass es schlechter ist, einfach anders. Zunähst geht es hier nicht um Vampire. Hier kommt es auch nicht allein auf die Liebe zwischen den zwei Protagonisten an. Es gibt auch noch eine Welt um sie herum. Man wird zurück versetzt in die Gefühlswelt eines Teenagers und kann sich schnell in die Figuren heineinfühlen. Der Schreibstil ist sehr bildhaft, so dass man sich die Szenen gut vorstellen kann.
Um noch mal auf den Vergleich zu Twilight zu kommen. Da hat mich an der Geschichte einfach diese bedingungslose Liebe, das füreinander Bestimmtsein fasziniert. Die zwei waren einfach füreinander geschaffen. Darum geht es in dieser Geschichte weniger. Da ist auch Liebe, aber irgendwie weniger episch oder schicksalshaft. Aber wie schon oben gesagt, dafür hat diese Geschichte mehr Facetten. Eben nicht wirklich miteinander vergleichbar. Ich erwähne es auch nur, weil sich sowohl der Schenker als auch viele Mitleser immer bei diesem Buch an Twilight messen. Und das hat Splitterherz eigentlich nicht verdient.
Fazit: losgelöst vom Twilight-Hype ist dies eine wundervolle Fantasy-Liebes-Geschichte mit Suchtpotential.
Rezension verfasst vor 1 Monat (3)
Das Buch kann ich nur jedem empfehlen, der gerne Jugendromane der heutigen Zeit liest. Man sollte jedoch nicht vorher die Inhaltsangaben der Fortsetzungen lesen, denn das nimmt die Spannung.
Die ersten Seiten ziehen sich zwar etwas schleppend, aber die Neugierde siegt und man wird definitv nicht enttäuscht. Die Wesen, die die Schriftstellerin beschreibt sind atemberaubend und faszinierend. Man kann sich durch die Ich-Erzählung richtig gut in die Hauptcharakterin versetzen und fiebert mit ihr mit. Ich habe das Buch in 3 Tagen durchgelesen und hole mir so bald wie möglich den 2ten Teil.
Hier eine kleine Inhaltsangabe: Die 17-jährige Elisabeth Sturm zieht wegen des Berufes ihres Vaters von Köln auf ein kleines Dorf. Sie ist tot unglücklich und hat Schwierigkeiten sich anzupassen, denn sie ist anders als die anderen. Die Aufmunterungsversuche ihrer ehemaligen besten Freundinnen nerven sie, genauso wie ihre bloße Anwesenheit. Man könnte meinen, sie ist überheblich und eingebildet. Aber so ist es nicht. Elisabeth ist einfach nur anders. Sie nimmt Gerüche um ein vielfaches intensiver wahr und hört auch viel besser als normale Menschen. Ihr Einfühlungsvermögen ist ebenfalls viel stärker. Sie versucht sich anfangs anzupassen, wird jedoch nicht glücklich dabei. Doch ein Junge weckt ihr Interesse und es beginnt eine eigentlich zum Scheitern verurteilte Romanze.










