Inhalt: Luzie macht nichts lieber als ihren Lieblingssport: Parkour. Nichts liebt sie mehr, als mit ihrer Truppe zu trainieren, auf Geländern zu balancieren und Runs zu machen. Das geht zwar auch öfters mal schief, wobei Luzie sich auch schon mal weh tut, aber das hält sie nicht davon ab, ihrem Hobby zu frönen.
Was sie allerdings nicht weiß ist, dass ein Wächter auf sie aufpassen muss und bei ihren Stürzen das Schlimmste verhindert. Als dann auch ihr Herbstrun vom Schuldach über die Laterne zu einem Gerüst schief geht, hat der Wächter die Nase voll.
Auf dem Gerüst verliert Luzie das Gleichgewicht und verletzt sich so ernst, dass sie ins Krankenhaus kommt. In ihrer ersten Nacht dort sieht sie einen komischen blauen Geist und denkt, sie wird verrückt.
Es stellt sich jedoch heraus, dass dieser Geist keine Halluzination war: sein Name ist Leander und er ist Luzies Wächter. Und die beiden tun fortan nichts lieber, als sich in die Haare zu bekommen…
Meinung: Luzie und Leander können sich absolut nicht ausstehen – und trotzdem sind sie ein absolutes Dreamteam.
Beide Charaktere sind sehr liebevoll ausgestaltet und wachsen einem sofort ans Herz.
Luzie ist ein sehr eigenwilliges Mädchen, aber gerade durch ihr unmädchenhaftes Verhalten kommt sie sehr authentisch daher. Nichts hasst sie mehr, als die rosa Bettwäsche, die ihre Mutter ihr aufzwingt und diesen ganzen Kitschkram, den angeblich jedes Mädchen mag. Sie jedenfalls nicht.
Was Leanders Problem ist. Der leicht arrogante und überhebliche Körperwächter hatte sich seine Aufgabe leichter vorgestellt, weil Mädchen ja normalerweise keine waghalsigen Aktionen durchziehen. Dabei ist es unglaublich amüsant, sein Gezeter und Gejammer zu erleben, mit dem er Luzie schon mal auf die Palme bringt. Hinter seiner arroganten Art steckt aber natürlich ein fürsorglicher Kern, denn eigentlich hat er Luzie ganz gern und sorgt sich um sie, wenn sie es gerade wieder übertrieben hat und sich verletzt hat.
Durch die Gespräche, die auch schon mal in Streit enden, erhält die Geschichte den richtigen Pfiff, denn sie bieten immer wieder witzige Wortwechsel, die einem ein Grinsen und auch schon mal ein waschechtes Lachen von den Lippen locken.
Gerade durch ihre aufbrausende Art sind die beiden sehr sympathisch und passen umso besser zusammen.
Belitz schreibt ihre Geschichte in Ich-Perspektive aus Luzies Sicht und das gibt der Geschichte trotz Luzies Hang zum Jungssachen-machen den Charme einer Mädchengeschichte. Heimlich ist sie nämlich ein wenig in Seppo verliebt, der sie zum Parkour gebracht und ihr fast alles beigebracht hat, was sie kann – auch wenn der sich echt benehmen kann, wie ein Idiot!
Und wenn sie sich dann mit Leander gezofft hat, dann sehnt sie sich trotzdem danach, sich wieder zu versöhnen und wenn er nicht da ist, vermisst sie ihn schrecklich. Auch wenn sie das nicht zugeben mag.
Der Schreibstil von Bettina Belitz ist angenehm locker und mit der richten Menge an Beschreibungen macht sie die Geschichte lebendig, ohne dass es langweilig wird.
Fazit: Luzie und Leander sind definitiv Charaktere, die einem ans Herz wachsen. Sie bringen einen zum lachen und man fühlt mit ihnen.
Die Geschichte hat Schwung und Witz und begeistert – und macht vor allem neugierig auf die Fortsetzung!