Leser-Rezension zu „Chronicles” von Bob Dylan
am 29.05.2010
Bob Dylan legt hier den ersten Teil seiner "Chronicles" vor, kin denen er autobiografisch aus seinem Werdegang zur - wie er selbst sagt - Kultfigur erzählt. Dabei liest sich das Buch keinesfalls langweilig oder an manchen stellen zäh. Ganz im Gegenteil, man hat beim Lesen den Eindruck, als würde man einen spannenden Roman vor sich haben.
Dylan beschreibt mehrere Kapitel in seinem Leben. Das erste handelt davon, wie er sich in New York anfang der 1960er in verschiedensten Folk-Clubs einen Namen als Musiker machte, wie er die ersten Songs zu komponieren begann und sich langsam und mühsam seinen Weg bereitete.
Das zweite Kapitel erzählt vom negativen Teil des Ruhms. Nirgendswo war Dylan vor seinen Fans sicher, Reporter lauerten ihm und seiner Familie an allen erdenklichen Ecken auf. Vor allem hatte die Gesellschaft eine komplett andere Meinung von ihm. Für die Jugend war er zur Leitfigur geworden, was Dylan stark dementierte, aber auch die Presse glaubte ihm nicht. Er musste sich seinen Ruf somit künstlich ruinieren.
Außerdem spricht er über die Tourneen Ende der 1980er Jahre. Noch immer war sein Name (und ist es auch heute noch) ein Begriff, aber das Publikum war älter geworden, genauso wie er. Dylan hatte keine Ambitionen auf ein Comeback, bis ihm schließlich doch der Zufall auf die Sprünge half, was ihm aber eine Handverletzung wieder zu Nichte gemacht hätte.
Das Kapitel, in welches ich mich am Besten hineinversetzen konnte, war das letze, in dem er aber wieder am Anfang beginnt. Es erzählt, wie er von zuhause auszog, nach Minneapolis ging und sich langsam seine Vorbilder herauskristallisierten.
Insgesamt nicht nur für Bob Dylan Fans lesenswert, auch, wer sich für Musik im Allgemeinen interessiert, findet das Buch mit Sicherheit spannend.

