Die Knochen der Götter – so heißt der Auftakt zur Abenteuerserie DIE AKADEMIE DER ABENTEUER, geschrieben vom Autor Boris Pfeiffer. Nun habe ich hier meinen Eindruck, den ich vom Buch habe, mal unterteilt und niedergeschrieben.
Erster Eindruck / Cover:
Schon als ich das Buch zum ersten Mal in den Händen hielt, war ich begeistert. Hier treffen die verschiedensten Gestaltungselemente aufeinander: Eines der Elemente auf der Vorderseite des Buches, sieht aus wie ein Kofferanhänger und zeigt den Titel der Buchserie - „Die Akademie der Abenteuer“. Ein weiteres Element stellt ein Steuerrad dar, in dessen Inneren eine Szene aus dem Buch dargestellt ist.
Der Buchtitel selbst ist in erhabenen, gelben Buchstaben geschrieben, die sich sehr schön vom blauen, hübsch gemusterten Hintergrund abheben. Passend zum Thema Ägypten befindet sich auch noch ein Käfer (vermutlich ein Skarabäus) auf dem Cover – auch er ist erhaben und wirkt dadurch schön plastisch.
Die verschiedenen Gestaltungselemente finden sich auf dem Buchrücken wieder – somit ist dieses Buch ein Schmuckstück für jedes Bücherregal. Der Text auf der Buchrückseite befindet sich in einem gelblichen Textfeld, das als Pergament dargestellt ist. Ebenfalls auf der Rückseite als glänzendes Element dargestellt: eine ägyptische Katzenstatue mit Ohrringen und Rubinaugen, die im Buch ebenfalls eine Rolle spielt.
Selbst das Vorsatzpapier fügt sich in das Gestaltungskonzept ein: Das ockerfarbene Vorsatzpapier vorne im Buch zeigt die Eingangshalle der Akademie, das hintere Vorsatzpapier die Bibliothek. Abgerundet wird das ganze durch das hübsche, goldfarbene Lesebändchen – es passt perfekt zur Farbgestaltung des Buchcovers – hier ist einfach alles stimmig und liebevoll und detailreich gestaltet, ohne allerdings überladen zu wirken. Man merkt, dass man sich Gedanken bei der liebevollen Gestaltung gemacht hat!
Der Autor:
Boris Pfeiffer, Jahrgang 1964, ist einer der Autoren der Detektiv-Serie „Die drei ???“, sowie Autor zahlreicher Kinder- und Jugendromane. Zudem arbeitet der Berliner als Theaterregisseur.
Die Handlung:
Der Jugendliche Rufus leidet unter dem Zusammenleben mit seiner Mutter, seit die Eltern sich getrennt haben. Statt die Schule zu besuchen, verbringt der lernbegierige Junge die Zeit lieber im Museum, wo er gerne die Ausstellungsstücke abzeichnet und sich mit ihrer Geschichte befasst.
Eines Tages trifft bei Rufus daheim der Brief eines Internats ein. Rufus erhält die Einladung, dieses Internat zu besuchen. Der Junge ist sauer auf seine Mutter, vermutet er doch, dass sie hinter der Sache steckt, und sie ihn aus dem Haus haben möchte. Und so nehmen Rufus und seine Mutter das Internat in Augenschein.
Was von außen wie ein Bankgebäude aussieht, entpuppt sich als das besagte Internat. Gino Saurini, der Rektor, nimmt Rufus in Empfang. Und endlich stellt auch Rufus fest, dass seine Mutter ihn gar nicht im Internat angemeldet hatte, sondern dass hinter der Anmeldung jemand ganz anderes steckt.
Schon bald nach seiner Ankunft schließt Rufus Freundschaft mit den anderen Frischlingen (so nennt man dort die neuen Schüler) Filine, genannt Fili und Norbert, der No genannt werden möchte, und der sich selbst gerne als Erfinder bezeichnet.
Jeder Schüler wählt sich zu Beginn des Schuljahres aus einem Weidenkorb ein sogenanntes Artefakt aus, das sich in einem Lederbeutel befindet und dessen Geschichte er nun erforschen muss. In Form der sogenannten (historischen) Flut erfährt er mehr über die Geschichte und der Herkunft seines Artefakts, indem er die Geschichte als Handlung erlebt. Die Zusammenarbeit der drei Freunde klappt auch wunderbar, doch da ist noch die ehrgeizige und nervtötende Mitschülerin Coralia – und diese führt einiges im Schilde...
Die Hauptdarsteller:
Die Schüler:
Rufus
Filine
Norbert
Coralia
Die Lehrer:
Direktor Saurini
Meisterin Iggle, die Bibliothekarin
Meister Spitznagel, der für das leibliche Wohl sorgt
sowie Minster, die radiergummifressende Bisamratte, die in der Bibliothek hilft
Verbesserungsvorschläge:
Ich persönlich finde es bei Kinder- und Jugendbüchern immer schön, wenn einige Illustrationen im Buch vorhanden sind – es müssen auch gar nicht viele sein. Des weiteren fände ich einen Anhang im Buch toll, in dem einige Begriffe erklärt sind, so z.B. das Wort Tuareg, oder in dem die Lebensdaten der erwähnten Pharaonen aufgeführt sind.
Die Protagonisten des Buches könnten zu Beginn des Buches mit kleinen Illustrationen den Lesern vorgestellt werden.
Vielleicht noch eine Taschengeldvariante des Buches? - Also ein Taschenbuch, das wäre für Schüler eine gute und günstigere Alternative zum Hardcover-Buch!
Fazit:
Geschichtsunterricht mal anders – hier lernt man das alte Ägypten in Form einer spannenden Abenteuergeschichte kennen. Selbst als Erwachsener kann man durchaus noch etwas dazulernen. Der Text ist gut lesbar, es gibt im Buch keine Längen. Ich selbst würde das Buch, das wie schon erwähnt ein wahres Schmuckstück ist, ab einem Alter von 10 Jahren empfehlen, eher aber ab 12 Jahren.
Zum Schreibstil: der Einstieg ins Buch ist gut gelungen. Man erfährt etwas über den Alltag von Rufus, seine Sorgen und seine Probleme. Dabei kommt keine Langeweile auf, denn das Buch hat keinerlei Längen. Die Spannung bleibt das ganze Buch über erhalten, und es gibt so manche Überraschungsmomente.
Nicht so toll fand ich im Buch das Kapitel mit der „Sportstunde“ - liegt allerdings nicht am Schreibstil selbst, sondern vielmehr daran, dass ich schon immer eine Abneigung gegen Schulsport hatte – war eines meiner absoluten Hassfächer!
Mich erinnert das Buch an „Harry Potter“ und „Das magische Baumhaus“, sowie an die Filme „Nachts im Museum“ - und ich denke, damit verglichen zu werden, ist sicherlich nicht das Schlechteste!
Bewertung:
Ganz klar – die höchstmögliche Punktzahl (oder Sternchenzahl) wurde erreicht, und ein Extrasternchen für die Gestaltung des Buches – hier stimmt einfach das Gesamtkonzept und das Buch ist seinen Preis von 14,95 Euro wert!