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Alle anzeigenhorrorbiene
Vor 1 Jahr
(15)Der Pfad der Winde ist der zweite Teil des ersten Bandes der Sturmlicht-Chroniken und setzt diesen genialen Band jedoch nicht genauso gut fort - er ist noch besser! Man merkt beim Lesen sofort, dass das Buch als eine Einheit konzipiert ist, denn es geht wirklich nahtlos im Plot weiter. Hat der Auftaktband Der Weg der Könige noch erkennen lassen, wie aufwendig, ausgeklügelt, ausführlich und brillant diese Saga werden wird, so hat Der Pfad der Winde dies bereits unter Beweis gestellt. Im Nachhinein betrachtet war der erste Teil im Prinzip nur vorbereitend für die Entwicklungen, die hier endlich vollzogen werden. So habe ich mich bei Der Weg der Könige manchmal schon gefragt, wieso diese Figur so detailliert beleuchtet und vorgestellt wird, obwohl noch nicht erkennbar war, inwiefern sie etwas Besonderes darstellt oder gar die Rettung Roschars einleiten könnte. – Und das Buch war lang. Dass es mir dennoch sehr gut gefallen hat, zeugt von der Qualität Sandersons Schreibstils. Lange Rede, kurzer Sinn: Hier passiert endlich etwas. Viele der angedeuteten Geheimnisse werden gelüftet und jede Figur erhält nun auch ein Werkzeug mit dem es sich in der Fortsetzung weiterarbeiten lässt. Dabei sind manche Wendungen und Entwicklungen ab bestimmten Punkten vorhersehbar, manche Erkenntnisse und Ereignisse kommen jedoch so plötzlich und unerwartet, dass ich tatsächlich mit offenem Mund mein Buch angestarrt habe. Und das Beste an der ganzen Aufklärungsarbeit, die das Buch im Finale leistet: Es tauchen stets noch mehr Fragen und Geheimnisse auf, die in den Fortsetzungen geklärt werden wollen. So ist mir z.B. immer noch nicht klar, was die Glyphen und verschiedenen Karten im Buchdeckel zu bedeuten haben. Da kommt noch so vieles mehr. Und ich bin mir sicher, dass Die Sturmlicht-Chroniken bald in einem Atemzug mit den ganz großen Fantasy-Reihen genannt werden. Sanderson ist gerade dabei sich sein eigenes Monument zu schreiben.
Der Pfad der Winde ist auch so unheimlich mitreißend geschrieben, trotz der wieder einmal nicht geringen Seitenzahl, konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen und habe es in kürzester Zeit durchgelesen. Dabei sind nicht nur die Entwicklungen der Charaktere die in diesem Buch im Fordergrund stehen, so überaus gelungen, nein, das Buch ist zudem sehr spannend geschrieben und selbst Schallans, manchmal doch etwas dröger Erzählzweig hat an Fahrt aufgenommen.
Die besondere Stärke des Werkes ist jedoch die unheimliche Tiefe: Sanderson nimmt sich viel Zeit um seine Charaktere dem Leser nahezubringen, sein Handeln verständlich zu machen und voll in das Geschehen einzutauchen. Die Beschreibungen sind liebevoll und detailliert. Durch seinen Schreibstil schafft es Sanderson wirklich beim Leser Bilder heraufzubeschwören. Der Plot ist wirklich geschickt konstruiert und deutet an, das da noch sehr viel auf den Leser zukommen wird.
Zudem ist für jeden Leser etwas dabei: Schlachten, politische Intrigen, kleine Liebschaften und wirklich interessante Charaktere.
Das Buch an sich besticht erneut mit seiner Ausstattung: Neben den erwähnten Farb-Karten/Abbildungen in den Deckelinnenseiten verfügt das Buch über einige wirklich gelungene Illustrationen und illustrierte Kapitelanfänge, an denen man auf einem Blick erkennen kann, welcher Erzählstrang fortgeführt wird.
Fazit: Ich kann mit Worten nicht wiedergeben, wie genial dieses Buch ist. Ich kann nur jedem empfehlen, sich nicht von der großen Seitenzahl der beiden Bücher abschrecken zu lassen und dieses großartige Werk zu lesen. Mit Die Sturmlicht-Chroniken wird sich Sanderson in die Reihen der ganz Großen einreihen können. Für mich ist Sanderson bereits jetzt einer der ganz Großen.
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