Leser-Rezension zu „Die Entdeckung des Hugo Cabret” von Brian Selznick

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Mr. Rail Mr. Rail
Verfasst von Mr. Rail
am 12.01.2009
 

Nicht nur literarisches, sondern in gleichem Maße visuelles Erlebnis. Die Dynamik und das Tempo der Geschichte werden in besonderer Weise durch die Illustrationen im Buch verdeutlicht.
Wird im Text von einem Jungen gesprochen der in einem Pariser Bahnhof lebt und die Aufgabe geerbt hat, sämtliche Bahnhofsuhren aufzuziehen und zu stellen, dann entwickeln sich im bebilderten Teil der Geschichte einzelne Sequenzen, wie ein überdimensionales Daumenkino und leiten zum nächsten Handlungsfaden über.
Dieses Zusammenspiel macht das Buch einfach schön und zu einer besonderen Erfahrung.
Es erzählt von Freundschaften, der Suche nach dem Verbleib des Vaters und von Verlust - von tragischem Verlust. Das Kino steckt in den Anfangsschuhen, Stummfilme beginnen die Welt zu erobern und Lichtspielhäuser werden Fluchtpunkt von Menschen mit Phantasie. Trotzdem werden Zelluloidrollen in Zeiten knapper Rohstoffe zu Damenabsätzen für Schuhe weiterverarbeitet und der Filmpionier hört bei jedem Schritt einer Frau, wie sich sein Lebenswerk im wahrsten Sinne des Wortes "aufreibt".
Ein Buch nicht nur für junge Leser, sondern auch für jung gebliebene und jung bleiben wollende. Ein literarischer Stummfilm als Hommage an ebendiesen.

 

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Die Entdeckung des Hugo Cabret Die Entdeckung des Hugo Cabret
Brian Selznick

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Die Entdeckung des Hugo Cabret
von Brian Selznick

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