Leser-Rezension zu „Die Eisprinzessin schläft” von Camilla Läckberg
am 4.06.2011
Als in Fjällbacka im gefrorenen Keller einer Badewanne die Leiche der jungen und schönen Alexandra Wijkner gefunden wird, versucht ihre Jugendfreundin, die Schriftstellerin Erica Falck, die Hintergründe ihres mysteriösen Todes aufzudecken und stellt mit ihrem Freund aus Kindertagen, dem Kriminalassistenten Patrik Hedström, bald fest, dass es sich bei Alexandras Tod keinesfalls um Selbstmord handelt.
„Die Eisprinzessin schläft“ ist der Auftakt von Camilla Läckbergs Reihe rund um die Buchautorin Erica Falck und dem Kriminalassistenten Patrik Hedström.
Der Einstieg in die Handlung gestaltete sich für mich sehr schwierig, da ich den Anfang als größtenteils zäh empfand und ich nicht wirklich in die Geschichte eintauchen konnte. Deswegen war ich zu Beginn auch sehr sicher, dass ich keine weiteren Bücher von Camilla Läckberg mehr lesen werde, da ich einfach keinen Zugang zur Handlung fand.
Aber das Buch wurde besser. Die Themenwahl war gut getroffen, da das Buch dadurch interessant und gut wurde. Die bewegende Erzählweise schuf eine passende Atmosphäre und authentische Charaktere, die mir auf Anhieb sympathisch waren. Durch den guten Erzählstil konnte ich eine Beziehung zu den Protagonisten aufbauen und mit ihnen fühlen.
Die Geschichte zwischen Erica und Patrik war sehr interessant und unterhaltsam und ich wollte unbedingt so schnell wie möglich erfahren wie es mit den beiden weitergeht. Auch ein Punkt, der das buch spannender werden ließ.
Läckberg schafft es ausgezeichnet Charaktere zu erschaffen, die den Leser berühren, ob auf eine positive oder negative Weise – ein gutes Beispiel für eine „negative Berührung“ ist Patriks Chef Kommissar Mellberg, ein unkompetenter und unausstehlicher Widerling, der Abscheu in mir hervorrief.
Der Ausgang des Falles war wiederum sehr vorhersehbar und webig überraschend, da der Täter mit dem Ausschlussverfahren nach gut zwei Drittel des Buches sicher herausgefunden werden konnte. Ich muss aber gestehen, dass ich ihn schin nach seinem ersten „Auftritt“ in Verdacht hatte.
„Die Eisprinzessin schläft“ hat mir eigentlich trotz einiger Defizite ganz gut gefallen und konnte mich soweit überzeugen, dass ich noch weitere Fälle mit Erica und Patrik lesen werde.
3,5 von 5 Sternen!

