Band 3 der Hedström/Falck-Reihe ist vom Anfang bis zum Schluss ein spannender, gut gelungener Krimi.
ZUM INHALT:
Ein Mädchen wird tot im Meer aufgefunden. Ein Unfall wird ausgeschlossen, als der Gerichtsmediziner herausfindet, dass die kleine Sara (die Tochter von Erica Falcks Freundin Charlotta) in der Badewanne ertrunken ist. In ihrer Lunge finden sich Reste von Süßwasser, Seife und alter Asche. Letzteres stellt die ermittelnden Beamten vor ein Rätsel...
Die PROTAGONISTEN:
Patrik Hedström wird mit den Ermittlungen betraut und dieser Fall berührt ihn emotional sehr tief, nicht zuletzt weil er das Opfer kannte und er doch seit kurzem selbst Vater einer kleinen Tochter ist.
Seine Lebensgefährtin Erica Falck ist mit dem Mutterdasein überfordert und obwohl sie ihre Tochter Maja liebt, wird sie von Wochenbettdepressionen geplagt. Einziger Lichtblick ist ihre Freundin Charlotta, die selbst zwei Kinder hat - bis eines Tages Sara vom Spielen nicht mehr zurückkehrt. Was anfänglich wie ein tragischer Unfall aussieht, erfordert nun die Aufklärung eines Kindsmordes.
Die Charaktere sind sehr lebensecht und einfühlsam beschrieben und auch wenn man das Gefühl hat, etwas Nebensächliches zu erfahren, setzt sich doch alles letztendlich zu einem gesamten Puzzle zusammen.
MEINE MEINUNG:
Der 3. Teil dieser schwedischen Krimiserie darf als spannender und atmosphärisch dichter Krimi in einer idyllischen Umgebung bezeichnet werden.
Das Buch ist zwar kein blutiger Thriller, kann aber durch die tolle Erzählweise mit solchen durchaus mithalten. Mit "Die Töchter der Kälte" ist Camilla Läckberg ein spannender Krimi - mit dramatischen, melancholischen und gefühlvollen Elementen - gelungen.
Sehr eindrucksvoll und flüssig geschrieben werden zwei parallele Handlungsebenen aufgebaut (von denen eine in den 20-er Jahren beginnt), die sich zum Ende hin verknüpfen. Schauplatz der fesselnden Geschichte ist der gut bekannte schwedische Ort Fjällbacka.
Für sehr passend halte ich den Buchtitel "Die Töchter der Kälte", was sich weniger auf die schwedische Außentemperaturen bezieht, allerdings vielmehr auf die Bösartigkeit, den Egoismus und die emotionale Unterkühlung von so manchen "mitwirkenden" Personen.
Einziges kleines Manko: Teilweise wusste ich nicht gleich immer, wem die jeweiligen Gedankengänge zuzuordnen sind und dies hat etwas gestört, so dass ich dafür einen halben Punkt abziehe und in der Gesamtwertung niveauvolle 4 1/2 STERNE vergebe!