Carina Bargmann - Sayuri
Rückentext:
Eine uralte Prophezeiung. Ein dunkles Geheimnis. Und eine Liebe, die alle Schranken überwinden muss.
Das Wasser des Flusses Shanu droht zu versiegen und der Kaiserstadt den Tod zu bringen. Sayuri und Marje sind gezwungen, in die Wüste zu fliehen. Als sie dem Neffen des verhassten Herrschers begegnen, nimmt ihr Leben eine unvorhersehbare Wendung. Denn Kiyoshi ist auf der Suche nach der Auserwählten, in deren alleiniger Macht es liegt, das tödliche Schicksal aller Stadtbewohner abzuwenden.
Klappentext:
Sayuri nahm Kiyoshi lächelnd das Paddel aus der Hand. Es war ein Leichtes, das Boot gegen den Strom zu wenden und flussaufwärts schwimmen zu lassen. Sayuri sah nur den Fluss und das Boot. Wellen glätteten sich vor ihnen und hielt das Wasser in der Höhe an, sodass es keinen Widerstand mehr bot.
Das Boot setzte sich auf einer Welle aus Magie in Bewegung, erst langsam, dann immer schneller, atemberaubend schnell. Marje klammerte sich an den Bootsrand, ihre wilden Locken flogen. Sayuri schloss die Augen und gab sich ganz dem Gefühl hin. So schwebten sie dahin, endlos, ziellos – eine Reise wie im Traum. Erst als sie das Wasser spürte, das aus der Höhe hinabfiel und bis ins Boot spritzte, schlug Sayuri die Augen wieder auf. Ein Lächeln breitete sich auf ihrem Gesicht aus, als sie Tshanils warme Sommerstrahlen spürte.
Liebevoll strich Marje über ihren blassen Arm.
„Wir haben es geschafft.“, flüsterte sie leise.
„Du hast es geschafft, Sayuri.“
Über die Autorin:
Carina Bargmann, Jahrgang 1991, hat schon als Zehnjährige mit dem Schreiben angefangen. Mit fünfzehn Jahren hatte sie bereits zwei große Fantasyromane verfasst und wurde wenig später von einer der renommiertesten deutschen Literaturagenten als Nachwuchstalent entdeckt. Neben dem Schreiben hat sie noch andere Hobbys, unter anderem ist sie fasziniert von der asiatischen Kultur und lernte japanisch. Carina Bargmann lebt mit ihren Eltern und ihren Geschwistern in Braunschweig und bereitet sich gerade auf das Abitur vor. Ihr Debüt – im Alter von siebzehn Jahren geschrieben. erscheint im Arena Verlag.
Inhalt:
Das Kaiserreich liegt mitten in der Wüste und das Wasser ist teuer, der Kaiser muss all seine Magische Kraft aufwenden, um die Energie der Quelle in Wasser umzuwandeln. Für die äußeren lebenden Menschen, genannt die Taller, wird das Wasser unbezahlbar. Deswegen gehen Marje und Milan und klauen dem Kaiser Wasser. Dabei bringt Marje fast eine der Palastwachen um, die sich als den Prinzen Kiyoshi herausstellt. Marje und Milan werden fast erwischt, doch das Wasser wird knapp. Als dann der Kaiserbruder und Kiyoshi allen mitteilen, dass alle sechzehnjährigen verbannen, bricht Chaos aus. Kiyoshi sehnt sich nach Marje, kann sie nicht mehr vergessen. Und Marje denkt immer wieder an seine Augen, sie schleichen sich ein.
Als Milan sie zu Sayuri schickt, der stummen Kräuterfrau und Marjes bester Freundin, wird Marje misstrauisch. Sie hört, dass er mit ein paar Freunden den Kaiserbruder umbringen will. Sie zieht ihm nach und sieht, wie sie Miro angreifen. Doch sie werden geschnappt. Marje jedoch wird von Kiyoshi zur Seite gezogen und zu seiner Mutter gebracht. Sie redet von Sayuri, dass sie die Rettung wäre.
Sayuri erfährt, dass Milan und seine Kumpanen hingerichtet werden sollen. Sie sieht sie Hinrichtung, sieht auf den Prinzen, der dabei sein musste.
Und irgendwann will Kiyoshi alles über Sayuri wissen, die magische Fähigkeiten hat, wie sich herausstellt. Er muss aus der Stadt flüchten, nimmt Marje mit. Sie verlieren am Stadttor Sayuri, Marje darf nicht nach ihr suchen. Sie treffen viele komische Leute, magischen Wesen und komischen Gestalten. Kiyoshi wird von seinen eigenen Leuten entführt, die aber nicht viel von ihm halten. Er wird in die Nordmine gebracht und muss dort arbeiten. Die meisten Menschen überleben dort 3 Monate, mehr nicht. Marje findet Sayuri wieder, die einen neuen Freund gefunden hat, der gleiche Fähigkeiten hat wie sie.
Dann stürzt die Mine ein und Sayuri muss sie retten. Marje denkt, Kiyoshi sei nicht mehr am Leben, irrt sich aber. Und nach und nach brechen immer Abendteuer auf sie ein. Schließlich stirbt der Kaiser, weil Sayuri seinen Platz einnehmen muss, um die Kaiserstadt am Leben zu halten…
Meine Meinung:
Carina Bargmann war 17, als sie diese Wunderbare Welt geschaffen hat. Die Welt ist viel zu komplex, als dass man sie in einer kleinen Rezension wiedergeben kann. Auch wenn ich denke, dass der Titel Sayuri gut gewählt ist, die meiste Zeit liest man aus Marjes oder Kiyoshis Sicht. Sayuri ist der Schlüssel zu allem, die Blume, die Kaiserin-in-Spe, bloß weiß sie davon nichts. Natürlich spielen auch Beziehungen eine Rolle in diesem Buch. Erst in der Mitte wird das Verhältnis von Marje und Milan aufgeklärt und es ist anders als erwartet. Dadurch, dass aus so vielen Sichten geschrieben wurde, weiß man viel über diese Figuren, vor allem über Marje und Kiyoshi. Sie stehen in der Erzählung im Mittelpunkt, obwohl Sayuri der Auslöser für alledem ist.
‚Sayuri‘ ist kein Buch mit Happy End. Aber es wurde gut gelöst und super geschrieben. Zwar nicht tränen-rührend, aber doch ich hatte schon einen Kloß im Hals.
Insgesamt denke ich, dass ‚Sayuri‘ ein wunderbares Fantasy-Buch ist. Wenn auch nicht durch und durch hardcore Fantasy, aber doch schon sehr viel fantastische Wesen drin. Ich finde, so eine Fantasy-Welt wie in ‚Sayuri‘ gibt es selten, man fühlt und sieht mit den Personen. Super Buch!
Informationen:
Autor: Carina Bargmann
Titel: Sayuri
Verlag: Arena
Sprache: Deutsch
Kosten: € 18,95 [D]
Seitenanzahl: ca 515
Art: gebundenes Buch
ISBN: 978-3-401-06446-8
Genre: Urban-Fantasy
Meine Altersempfehlung: 13+