Micki Jordan, PR-Beraterin in der Firma ihres Onkels, schwärmt schon länger von einem ihrer Klienten: Damian Fuller, der attraktive Teamkapitän eines Baseballteams, hat es ihr seit einem Kuss an Silvester angetan. Die burschikose Micki ist hin- und hergerissen und will Damian mit allen Mitteln für sich gewinnen...
MEINE MEINUNG:
Dieser Roman erinnert mich an die Bücher von Namenskollegin Susan Elizabeth Phillips sowie an das bekannte Strickmuster "Er liebt mich, er liebt mich nicht...".
PR-Managerin Micki Jordan ist 26 und die Nichte des Hot Zone-Besitzers und Sportagenten Yank Morgan. Da sie und ihre ältere Schwestern Annabelle und Sophie von ihrem Onkel aufgezogen wurden, war der jüngste Spross Micki schon immer ein halber Junge und hat nun Probleme damit, ihre weibliche Seite zu finden.
Damian Fuller gehört mit seinen 35 Jahren bald zum alten Eisen, doch der Kapitän des Baseballteams "New York Renegades" will es den jungen Spielern im Team beweisen. Der Prachtkerl mit den dunklen Haaren und der muskulösen Figur kann Micki seit dem Kuss zu Silvester nicht mehr vergessen. Und nachdem Micki und Damian nach einem Besuch (mit allen Spielern) in einem Striplokal negative Schlagzeilen machen, hält Yank es für besser, abzutauchen.
Statt mit seinem Team an einem Camp mit autistischen Spielern teilzunehmen, fliegen Micki und Damian deshalb nach Kalifornieren, in Damians Anwesen. Und dort sprühen die Funken...
Die Protagonisten haben mich, ehrlich gesagt, enttäuscht. So was Oberflächliches und Klischeehaftes ist mir selten untergekommen. Alle Personen sind natürlich gutaussehend und super-sexy und wirken seltsam hölzern sowie farblos.
Abwechselnd schildern uns Micki (die eigentlich Michelle heißt) und Damian die Ereignisse sowie die ständig präsente Gefühlsachterbahn aus ihrer Sicht. Hin und wieder gewähren uns auch die Nebenfiguren Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt. Und diese Einsichten sind äußerst plump und hätten besser zu Teenagern als zu erwachsenen Leuten gepasst.
Die Story bietet nichts Neues und wer Romane mit Sportlern gern liest, sollte sich lieber an die Stars-Reihe von SEP halten - diese Bücherserie ist um ein vielfaches besser. Die Handlung plätschert über 430 Seiten dahin und birgt ein Klischee nach dem anderen.
Schauplätze dieses Liebesromans sind New York und Kalifornien. Und weil wir schon dabei sind, ärgere ich mich auch gleich über den Titel. "Her mit den Jungs!" hat so einen softpornomäßigen Touch, aber der Originaltitel "Hot number" ist auch nicht viel besser. lol
Dem Schreibstil fehlt es an Wortwitz & Humor, lässt sich aber halbwegs flüssig lesen. Die Dialoge sind meistens unter jeder Kritik und sehr platt.
FAZIT:
Ich sollte mehr auf mein Bauchgefühl hören, denn warum sonst subbte "Her mit den Jungs!" 2 1/2 Jahre vor sich hin, bevor ich mich endlich seiner erbarmt habe?!? Für zwischendurch ganz nett, aber über die Mittelmäßigkeit kommt dieses Werk nicht hinaus. Deshalb nur 2 STERNE.