Leser-Rezension zu „Birne sucht Helene” von Carsten S Henn
am 5.10.2010
Birne sucht Helene ... nur dass in diesem Buch die Birne eigentlich Paolo Birnbaum heißt und die Helene Eli bzw. mit vollem Namen Elisabeth. Eli ist etwas naiv und hat ein Chaos-Gen. Sie ist Buchhändlerin, hat einen schwulen besten Freund und lebt in Köln - wo auch sonst? Beim Straßenverkehrsamt arbeitet Paul, er meldet des öfteren Elis neue gebrauchte Autos an, und langsam verliebt er sich in sie. Dumm nur, dass Eli denkt, er sei schwul ... ein leidenschaftlicher Kuss lässt Pauls Hormone tanzen, Eli hingegen merkt nichts. Die beiden kommen zunächst nicht zusammen, Paul sucht aber weiterhin nach Mrs. Right. Um die Frauen beeindrucken zu können, besucht er Kochkurse und entwickelt sich zum Hobbykoch, dessen Ratschläge überall gefragt sind. Eli und Paul treffen sich ab und zu, Paul kocht für sie, das Abendessen gerät zum Desaster, man geht wieder auseinander, läuft sich erneut über den Weg ...Und irgendwann nach vielen Irrungen und Wirrungen merken Eli und Paul, dass sie füreinander bestimmt sind.
Dies war ein herrlich romantisches Buch, eine wirklich schöne Liebeskomödie, die ich mir auch gut verfilmt vorstellen könnte. Eine nette Idee war es, die Kapitel als Gänge zu bezeichnen, und wirklich lustig waren Pauls Kontaktanzeigen, mit deren Hilfe man Pauls Liebesleben gut verfolgen konnte. Auch so musste ich öfters herzlich lachen ... Als Dreingabe waren noch ein paar Rezepte beigefügt, mit denen Paul versuchte, seine Liebe zu umgarnen, und natürlich das ultimative Rezept zu "Birne Helene". Es gab noch so viele Details, die einfach nur schön und auch originell waren ... die Schafe, die auf Pfiffe Formationen bilden; die Geierschildkröte; der Kampfkater R2D2; die besten Freunde Pauls ... mir hat alles gut gefallen, und ich hoffe, dass Herr Henn noch mehr solcher Bücher schreiben kann.

