Leser-Rezension zu „Niceville” von Carsten Stroud
am 8.02.2012
Niceville. Ein kleine, eher altmodische Stadt mit großen Villen und Südstaatenflair, die ihrem Namen nicht unbedingt gerecht wird. Hier leben die vielen Nachkommen, der vier Gründerfamilien. Und genau von diesen Nachkommen verschwinden immer wieder Personen. Gerade eben, wird der 10jährige Rainey vermisst. Er war auf dem Nachhauseweg von der Schule und betrachtete wie immer die Schaufenster der Geschäfte, an denen er vorbei kam und war ganz plötzlich, von einem Moment zu Nächsten verschwunden. Was geht vor, in dieser bezauberten Stadt mit ihrem spanischen Moos und dem Crater Sink, einem unendlich tiefen und kreisrunden See auf einem Hügel? Schon die Indianer mieden diesen Fleck und behaupteten, das absolut Böse würde hier hausen. Aber was hat das mit dem Verschwinden der Menschen zu tun?
Dann wird auch noch eine Bank ausgeraubt, 4 Polizisten getötet und dann bekommen sich die Bankräuber selbst in die Wolle. Werden die Menschen in Niceville vom Crater Sink böse gemacht?
Am Anfang des Buches hatte ich leichte Startschwierigkeiten, denn es stürzen sehr viele Personen und Handlungsstränge auf einen ein. Doch bald nahm mich die Geschichte vollkommen gefangen und lies mich nicht mehr los. Von Seite zu Seite wurde der Roman immer unheimlicher und man findet auch schnell seine Lieblingspersonen. Die Beschreibungen der Stadt sind sehr bildhaft, so dass ich alles vor mir sehen konnte. Man fühlt sich, als wäre man mitten in den Südstaaten. Der Schreibstil ist flüssig und sehr gut zu lesen. Und ohwohl es der erste Teil einer Trilogie ist, ist die Geschichte doch so abgeschlossen, dass man gut damit leben und ein Jahr auf den nächsten Teil warten kann. Alle die gerne unheimliche und mystische Geschichten lesen, kann ich dieses Buch nur empfehlen. Es ist einfach großartig.

