Clary wünscht sich ihr normales Leben zurück. Nachdem sie aus ihrer Teenager-Welt herausgerissen wurde, muss sie sich nun mit den Problemen eines Schattenjägers herumschlagen, was alles andere als einfach ist.
Ihre Mutter liegt im Koma und niemand weiß, wann und ob sie überhaupt jemals wieder aufwachen wird, ihr Ersatzvater Luke ist nicht nur der nette Mann von nebenan, sondern der Anführer des Werwolfrudels der Stadt und ihr bester Freund Simon, der unsterblich in sie verliebt ist, hat inzwischen ebenfalls das zweite Gesicht und gehört unwiderruflich dazu.
Sehr verliebt ist sie in Jace, der sich als ihr Bruder herausgestellt hat. Ihre Gefühle scheinen erwidert zu werden, doch ihre Liebe hätte niemals eine Chance.
Zur selben Zeit taucht auch Valentin, der verhasste Vater der beiden Jugendlichen wieder auf und schmiedet seine finsteren Pläne. Er sammelt mächtige Artefakte um sie in Werkzeuge des Bösen zu verwandeln und für die Vernichtung des Guten einzusetzen. Das scheint ihm auch zu gelingen, denn keiner kann ihn daran hindern, die Zutaten zu sammeln. Oder doch?
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Nun habe ich City of Ashes also auch zum vierten Mal gelesen, und ich muss sagen, jedes Mal gefällt es mir doch ein Stückchen besser, als das Mal zuvor. Auch wenn mir manche Personen immer noch etwas unsympathisch sind, aber das wird sich wohl auch nicht mehr ändern.
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Die Handlung beginnt direkt eine Woche nach Ende des ersten Bandes. Und zwar damit, dass man einen Einblick in Valentins Machenschaften erhält. Man merkt schon nach den ersten Seiten, dass da einiges im Buch auf Clary, Jace und Co. zukommt, und damit habe ich nicht so unrecht.
Sofort wird man in eine spannende Handlung geworfen, die im gesamten Band nicht Abbruch erleidet.
Auch der altbekannte Witz von Clare, den meist Jace an den Tag legt, ist wieder vorhanden. Das ist ein Teil, der einfach diese Bücher so fantastisch machen. Aber es gab wesentlich weniger zu Lachen als im Band Eins. Ich fand generell, dass das zweite Buch etwas ernster und düsterer war als City of Bones.
Man lernt schon bald das Lichte Volk kennen, die Feen. Es war sehr interessant dort, schon allein der Weg, wie man in das Reich kommt. Auch müssen Clary und ihre Freunde der Königin des Lichten Hofes einen Besuch abstatten, der alles nur noch mehr durcheinander bringt. Vor allem da die Königin einige Sachen sagt, die der Wahrheit entsprechen müssen, da Feen nicht lügen können.
Es gibt immer wieder unvorhersehbare Wendungen und Überraschungen. Das macht die Handlung so spannend und niemals langweilig.
Das große Finale und der Kampf gegen Valentin und seine Armee findet auf dem Wasser statt. Auch hier werden wieder viele, viele Fragen aufgeworfen, doch man bekommt auch Antworten. Jedoch nur wenige. Außerdem geschehen wieder Wendungen, die wieder einmal alles durcheinander bringen.
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Die Hauptpersonen sind genauso tiefgründig und ausgearbeitet wie im ersten Band. Clary versucht langsam sich in die neue Welt, in der sie nun lebt, hineinzufinden. Leichter gesagt, als getan, da ihr so ziemlich alles das Leben erschwert. Ist es ihre Mutter, die einfach nicht aus ihrem Koma erwachen will, Jace, für den sie mehr empfindet, als sie eigentlich dürfte und Simon, der sie einfach durcheinander bringt.
Doch wächst Clary in diesem Band etwas über sich hinaus, traut sich mehr und schafft unglaubliche Dinge.
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Dieses Mal wirkt Jace an vielen Stellen gefühllos. Obwohl man weiß, dass es reiner Selbstschutz ist, bedrückt einen das, würde man ihm doch gern helfen. Er verschließt sich, und versucht Clary wirklich nur wie eine Schwester zu behandeln, was gar nicht so leicht ist.
Aber auch er wächst etwas über sich hinaus, schafft Dinge, die normal unmöglich werden und muss sich mehr als einmal beweisen.
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Mit Simon bin ich auch in diesem Band nicht wirklich warm geworden. Mit ihm ist es eine Achterbahn der Gefühle gewesen. Mal habe ich mich gefreut, was mit ihm passiert ist und kurz darauf musste ich wieder genervt aufseufzen, da sich wieder alles geändert hat, auch wenn es sehr überraschend war.
Ich kann ihn mir einfach nicht an Clarys Seite vorstellen, dahin gehört einfach Jace und basta. Denn wenn es um andere Mädchen geht, finde ich ihn nicht ganz so schlimm.
Aber man muss sagen, dass er eine große Entwicklung in diesem Band durchmacht. Nicht nur, dass er sich der Welt der Schattenjäger eingliedert, auch er überwindet Grenzen, die man nicht vermutet hätte.
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Auch Figuren wie Alec, Isabelle und Magnus tragen sehr zum Lesevergnügen bei. Vor allem Magnus hat sich zu einem meiner Lieblingscharaktere gemausert, mit seiner doch recht ausgeflippten Art. Doch lernt man ihn auch ernst und geschäftlich kennen, auch er ist eben anders.
Alec macht auch eine kleine Entwicklung durch, die mit Magnus zu tun hat und beim ersten Lesen des Buches war ich danach sehr gespannt, was da zwischen den beiden noch so passieren wird.
An Isabelle, die sonst immer so stark war, konnte man vor allem in diesem Buch auch schwache Seite entdecken, und das mehrmals. Das macht sie menschlicher und sympathischer.
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Eine neue Figur, welche auftritt, ist Maryse, die Mutter von Isabelle, Alec und Max. Sie ist so eine Person, mit der ich einfach nicht warm werde, egal wie oft ich die Bücher auch lese. Sie ist mir von Grund auf unsympathisch mit ihrer Art, ihrem Tun und Handeln. Auch wenn sie dafür Motive hat, ich finde es überhaupt nicht gut. Ich finde, man weiß einfach nie, wie sie nun richtig denkt und das macht sie wirklich undurchschaubar und schafft eine gewisse Distanz.
Jedoch finde ich auch, dass mit dem Auftauchen von Alecs Mutter und dem kleinsten Lightwood Sohn Maxwell ein frischer Schwung in die Handlung kommt und schon bald einiges ändert. Max ist zum Beispiel ein kleiner Junge, den man einfach nur lieben kann. Er ist süß und lockert mit seiner unschuldigen Art die manchmal bedrückte Stimmung sehr auf.
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Ein neuer Charakter ist auch Maia, ein junges Werwolfsmädchen, welche sich heimlich in Simon verguckt hat. Maia habe ich sehr lieb gewonnen, einen Großteil durch ihre düstere Vergangenheit. Sie ist eine starke junge Frau, auf der Seite der Schattenwesen. Denn vorher gab es nur starke Schattenjägerfrauen, wie Isabelle, aber jetzt ist es ausgeglichener und besser so. Man merkt ihr auch ihre gewisse Reife und Erfahrung an, da sie schon viel in ihrem Leben erlebt hat.
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Ebenfalls ein neuer Charakter ist Imogen, die Inquisitorin der Schattenjäger. Sie ist eine wirklich schreckliche Frau von außen, wirkt immer kalt und sehr von sich überzeugt. Doch durch eine Situation gegen Ende des Buches hatte ich meine Meinung ihr gegenüber geändert. Sie zeigt wahre Größe und wirkt das erste Mal wärmer und menschlicher. Das das vor allem nicht von Anfang an klar war, fand ich sehr gut.
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Der zweite Band der Chroniken der Unterwelt steht seinem Vorgänger in nichts nach. Er ist mindestens genauso spannend und überraschend. Die Charaktere entwickeln sich weitere, neue kommen dazu und bringen mehr Schwung in die sowieso schon vollgepackte Handlung. Liebe und Gefühle stehen auch hier wieder im Vordergrund und die vielen Fragen gegen Ende machen gespannt auf den nächsten Band.
Eine gelungene Fortsetzung und Leseempfehlung für Urban-Fantasy-Liebhaber jeden Alters!